Kirgisien: Verurteilung von Kulow aufgehoben
zuletzt aktualisiert: 11.04.2005 - 08:25
Bischkek (AP). Das Oberste Gericht in Kirgisien hat am Montag die Verurteilung von Oppositionsführer Felix Kulow wegen Korruption aufgehoben. Nach Angaben seines Beraters Ruslan Tschinibajew kann Kulow damit bei der Präsidentschaftswahl im Juni kandidieren. Weitere Verurteilungen wegen Amtsmissbrauchs und Unterschlagung hat das Oberste Gericht bereits in der vergangenen Woche aufgehoben. Der ehemalige Vizepräsident und Sicherheitschef verbrachte mehr als vier Jahre im Gefängnis. Kulow hat die Verurteilung als politisch motiviert bezeichnet. Die Anklage war vor der Präsidentenwahl 2000 erhoben worden und verhinderte, dass Kulow gegen den inzwischen gestürzten Präsidenten Askar Akajew antreten konnte. Der Oppositionspolitiker kam am 24. März frei, nachdem Demonstranten den Amtssitz Akajews gestürmt hatten. Akajew setzte sich nach Russland ab. Inzwischen hat er seine Rücktrittserklärung unterzeichnet.
Quelle: ap
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