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Knien bei Nationalhymne
US-Vize Pence verlässt Sportstadion wegen Protest gegen Rassismus

Kniefall bei Hymne: US-Vize Pence verlässt Football-Stadion vorzeitig
Einige American Football-Spieler knieten während der Nationalhymne, um gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu demonstrieren. US-Vizepräsident Pence warf ihnen mangelnden Respekt vor. FOTO: dpa, DC pil
New York. Weil sich einige American Football-Spieler weigerten, bei der Nationalhymne aufzustehen, verließ US-Vizepräsident Mike Pence demonstrativ das Stadion. Trump twitterte, er sei "stolz" auf seinen Vize.

Zum Kniefall, an dem Pence Anstoß nahm, kam es vor Beginn der NFL-Partie zwischen den Indianapolis Colts und den San Francisco 49ers. Mehr als 20 Profis der Gastmannschaft aus San Francisco hatten während der Hymne gekniet, anstatt wie sonst üblich dabei zu stehen. Diese Geste hat sich in den USA als Zeichen des Protests gegen Polizeigewalt gegen Schwarze etabliert. 2016 hatte der frühere 49ers-Quarterback Colin Kaepernick als erster Spieler so gegen Rassismus demonstriert.

Der amerikanische Vizepräsident Pence zeigte sich in einem auf Twitter veröffentlichten Foto stehend. Über den Kurzbotschaftendienst teilte er anschließend weiter mit: "Ich habe das heutige Colts-Spiel verlassen, weil Präsident Trump und ich keine Veranstaltung würdigen, die unsere Soldaten, unsere Flagge oder unsere Nationalhymne nicht respektiert."

Fotos: Vizepräsident Pence geht, weil Spieler knien FOTO: ap, DC

Jeder dürfe zwar seine eigene Meinung haben, erklärte der Stellvertreter von Präsident Donald Trump. Es sei aber "nicht zu viel von den NFL-Spielern verlangt, die Flagge und unsere Nationalhymne zu respektieren".

Mit Trump abgesprochen

Trump betonte am Sonntag seinerseits, dass die Aktion mit Pence abgesprochen gewesen sei. Er habe den Vizepräsidenten gebeten, die Arena zu verlassen, falls Spieler während der Nationalhymne knieten und "unser Land nicht respektieren", twitterte der 71-Jährige. Er sei "stolz" auf Pence und dessen Ehefrau Karen, die mit im Stadion war.

US-Präsident Trump liefert sich seit Ende September einen heftigen Streit mit Sportstars über deren angeblich mangelnde patriotische Gesinnung. Diese waren wiederholt aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze auf die Knie gegangen, während die Nationalhymne vor Beginn ihres Spiels ertönte. Auf Twitter hat sich ein eigener Hashtag dafür eingebürgert: #takeaknee

(sbl/AFP)
 
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