Sanktionen gegen Rebellenchefs: Kongo und Nachbarstaaten beschließen schwarze Liste
zuletzt aktualisiert: 27.05.2006 - 22:27Kigali (rpo). Der Kongo und einige Nachbarstaaten haben sich auf eine Reihe von Rebellenchefs verständigt, gegen die Sanktionen verhängt werden sollen. Die schwarze Liste soll jetzt den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) zur Zustimmung vorgelegt werden.
Die Teilnehmer des Treffens in Ruandas Hauptstadt Kigali fordern demnach, dass gegen die Rebellenchefs Reiseverbote verhängt und deren Konten eingefroren werden sollen.
Die Region der Großen Seen im Herzen von Afrika wird seit dem Beginn der 90er Jahre von einer Serie von blutigen Konflikten erschüttert. Die schlimmsten davon waren der Völkermord in Ruanda 1994 mit rund 800.000 Toten und der Bürgerkrieg im Kongo zwischen 1998 und 2003, in dem mehr als drei Millionen Menschen starben und in den mehr als ein Dutzend Länder verwickelt war.
Bis heute kommt es immer noch zu Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, vor allem im Osten des Kongos. Die EU will unter Beteiligung der Bundeswehr die Wahlen im Kongo am 30. Juli schützen, die Stabilität in das Land bringen sollen.
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