Gegen zu viel Staatseinfluss und Werteverfall wenden sie sich, die erzkonservativen Gegner von US-Präsident Barack Obama. In Washington rief die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ihren jubelnden Anhängern zu: "Wir müssen Amerika wiederherstellen, wir müssen die Ehre Amerikas wiederherstellen."
Bei der großen Demonstration für Glaube und Ehre in Washington war auch der TV-Moderator Glenn Beck dabei.
Zu Beginn der Kundgebung legte die Menge eine Treuegelöbnis auf die US-Fahne ab und sang die Nationalhymne.
Glenn Beck sprach von 500.000 Teilnehmern, der Sender CBS schätzte dagegen 87.000 Menschen, die sich am Lincoln Memorial versammelt hatten.
Am Lincoln Memorial hatte der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King am Tag genau vor 47 Jahren seine berühmte "I have a dream"-Rede gehalten. Liberalen US-Bürgern erschien der Ort daher als Affront.
Martin Luther Kings Nichte Alveda King spricht während der Kundgebung.
Viele der Menschen am Lincoln Memorial standen der Basisbewegung "Tea Party" nahe, die in den vergangen Monaten als politisches Sammelbecken am rechten Rand der Republikaner starken Zulauf erhalten hat.
Der Name lehnt sich an die sogenannte Boston Tea Party 1773 an, als die Bevölkerung gegen die Kolonialmacht Großbritannien aufbegehrte. Drei Jahre später erklärten die USA damals ihre Unabhängigkeit.
Auch der Baseballspieler Albert Pujols von den St. Louis Cardinals spricht vor der Menge in Washington.
Moderator Beck mahnte, die USA befinde sich am "Scheideweg".
Die US-Bürger müssen sich wieder "Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe" zuwenden. "Gott ist immer die Anwort", sagte er.
Auf Banner mit politischen Botschaften wurde bei der Kundgebung auf Bitte der Organisatoren verzichtet. Die US-Flagge durfte allerdings bei den Demonstranten nicht fehlen.