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Russland
Nawalny darf derzeit nicht für Präsidentschaft kandidieren

Kreml-Kritik Alexej Nawalny darf vorerst nicht für russische Präsidentschaft kandidieren
Alexej Nawalny. FOTO: dpa, VG abl gfh
Moskau. Ein Gerichtsurteil vom Februar hat wahrscheinlich Folgen für Kreml-Kritiker Alexej Nawalny: Er wird 2018 wohl nicht bei der russischen Präsidentschaftswahl antreten dürfen.

"Derzeit ist Alexej Nawalny nicht berechtigt, sich um ein Amt zu bewerben", erklärte die zentrale Wahlkommission am Freitag in Moskau. Das Gremium verwies dabei auf die Verurteilung Nawalnys zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe wegen Veruntreuung. Nawalny hatte in der Vergangenheit seine Absicht erklärt, im kommenden Jahr als Präsidentschaftskandidat anzutreten.

Der Blogger ist schon seit längerem im Visier der russischen Justiz: 2013 wurde Nawalny in einem Betrugsprozess zu fünf Jahren Haft verurteilt, die Strafe wurde später aber zur Bewährung ausgesetzt. Anfang Februar wurde er in einem neu aufgerollten Prozess abermals zu fünf Jahren Haft auf Bewährung wegen Veruntreuung verurteilt.

Derzeit sitzt der Oppositionspolitiker eine 25-tägige Haftstrafe ab, zu der er in einem Schnellverfahren verurteilt worden war. Hintergrund ist ein Aufruf Nawalnys zu landesweiten Protesten gegen Staatschef Wladimir Putin und zu einer nicht genehmigten Demonstration in Moskau. Am 7. Juli soll Nawalny freikommen.

(wer/AFP)
 
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