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Krim-Krise
USA wollen Ukraine Waffen liefern – Russland empört

Krim: USA wollen Ukraine Waffen liefern – Russland empört
Bewaffnete Kämpfer in der Stadt Simferopol auf der Krim. (Archiv) FOTO: dpa, ukit sh lof
Washington. Seit mehr als drei Jahren tobt der Krieg in der Ostukraine schon, mehr als 10.000 Menschen sind ihm zum Opfer gefallen. Nun planen die USA Waffenlieferungen an Kiew. Russland reagiert erbost – und warnt vor neuem Blutvergießen.

Die Ukraine sei ein souveräner Staat und habe das Recht sich selbst zu verteidigen, erklärte das US-Außenministerium am Freitag. Der Beistand der USA sei defensiver Natur und Teil der Bemühungen, der Ukraine dabei zu helfen, ihre territoriale Integrität zu verteidigen.

Offen blieb, um welche Waffen es sich handelt. Der Sender ABC hatte zuvor unter Berufung auf Insider aus dem Außenministerium berichtet, US-Präsident Donald Trump dürfte den Verkauf von Panzerabwehrraketen erlauben. Jeder Verkauf muss zudem noch vom Kongress genehmigt werden.

Eine Zustimmung dürfte aber wahrscheinlich sein. Senatoren wie der Republikaner John McCain drängen seit längerem darauf, die Ukraine mit Waffen auszurüsten. Die Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama hatte dies erwogen, es aber nicht getan.

Russland wirft USA Provokation vor

Der Kreml reagierte erbost auf die Pläne der Trump-Administration. Die Lieferung von tödlichen Waffen an die Ukraine werde den Konflikt im Osten des Landes nur befeuern, sagte der stellvertretende Außenminister Grigori Karasin am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Die Schritte der USA gefährdeten den Friedensprozess in der Ukraine, sagte er.

Die Ukraine kämpft im Osten des Landes gegen Separatisten, die von Russland unterstützt werden. In den vergangenen drei Jahren kamen dabei mehr als 10.000 Menschen ums Leben. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, Soldaten und schwere Waffen in die Region zu entsenden. Die Regierung in Moskau weist das zurück.

Bereits im September hatte Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt, dass jede Entscheidung der USA, defensive Waffen an die Ukraine zu liefern, den Konflikt anheizen würde. Am Montag hatte das russische Außenministerium Militärbeobachter aus der Waffenstillstandskommission abgezogen. Das hatte in der Ukraine Befürchtungen geweckt, Russland habe die Offiziere abgezogen, um militärische Operationen zu beginnen. 

(csi/afp/wer/REU)
 
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