Plan des Verteidigungsministeriums: KSK-Elitesoldaten sollen Tarndokumente bekommen
zuletzt aktualisiert: 20.10.2007 - 17:56Berlin (RPO). Das Bundesverteidigungsministerium will die Elitesoldaten des "Kommandos Spezialkräfte" (KSK) besser schützen. Künftig sollten die Elitekämpfer, die unter anderem in Afghanistan im Einsatz waren, Tarndokumente der Bundeswehr erhalten, mit denen ihre Identität etwa bei Auslandseinsätzen verschleiert werden kann.
Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine Vorlage aus dem Ministerium. Auf Bitten von Staatssekretär Peter Wichert (CSU) prüfe das Ministerium derzeit "Vorschläge, was zum Schutz unserer Soldaten, auch aus Fürsorgegründen" möglich sei.
Der Wunsch des Verteidigungsministeriums, die Soldaten sollten ähnlich wie Geheimdienstagenten auch offizielle Reisepässe unter falschem Namen ausgestellt bekommen, scheitere bislang allerdings am Widerstand von Innenministerium und Auswärtigem Amt, die keine Sonderregelung schaffen wollten.
Mit den Decknamen wolle das Verteidigungsministerium die Soldaten oder ihre Familienangehörigen "gegenüber Ausspähungen oder Bedrohungen" schützen, zitierte das Magazin aus einer Hausvorlage. Darin werde auch empfohlen, rigide gegen Journalisten vorzugehen, die über KSK-Angehörige berichtet haben, um damit "ein deutliches Zeichen zu setzen".
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