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Flagge vor mehr als 50 Jahren eingeholt
Frühere Marine-Infanteristen hissen US-Flagge in Havanna

Fotos: Kuba hat viele Gesichter
Fotos: Kuba hat viele Gesichter FOTO: Werner Gabriel
Washington. Vor mehr als 50 Jahren holten drei US-Marine-Infanteristen nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Kuba die US-Flagge vor der Botschaft in Havanna ein, am Freitag werden genau diese Veteranen das Sternenbanner wieder hissen.

Die drei Ex-Soldaten begleiten US-Außenminister John Kerry zur offiziellen Wiedereröffnung der US-Botschaft in die kubanische Hauptstadt. "Ich werde es lieben, diese Flagge wieder hinaufgehen zu sehen", sagte Jim Tracy in einem auf der Website des US-Außenminsteriums eingestellten Video.

Tracy hatten am 4. Januar 1961 gemeinsam mit seinen Kameraden Mike East und Larry Morris die US-Nationalflagge vom Fahnenmast geholt und zusammengefaltet. "Das war ein bewegender Moment", erinnerte sich East. Morris ergänzte: Die Flagge "kommt dahin zurück, wo sie sein sollte". Zu dem Festakt am Freitag sind Regierungsvertreter beider Länder sowie US-Abgeordnete eingeladen. Nach der Zeremonie plant Kerry einen Spaziergang durch die Altstadt von Havanna.

Kuba und die USA hatten nach jahrzehntelanger Eiszeit am 20. Juli ihre diplomatischen Beziehungen neu gestartet. Die Interessenvertretungen der beiden langjährigen Erzfeinde im jeweils anderen Land erhielten wieder offiziell den Status von Botschaften.

Die Wiederaufnahme der Beziehungen war der bisherige Höhepunkt der Annäherung, die US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro im Dezember eingeleitet hatten. Seitdem traten Reise- und Handelserleichterungen für Kuba in Kraft, zudem strichen die USA die kommunistisch regierte Insel von ihrer Liste der Terrorstaaten.

(AFP)
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