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Diplomatischer Frühling
Kuba hisst Flagge an Botschaft in Washington

Kuba hisst in Washington nach 54 Jahren Flagge an Botschaft
Die kubanische Flagge weht vor der Botschaft in Washington. FOTO: dpa
Washington. Kuba hat nach 54 Jahren ohne diplomatische Kontakte zu den USA wieder an einer eigenen Botschaft in Washington die Flagge gehisst. Zugleich forderten Kritiker der sozialistischen Regierung des Karibik-Staates die Freilassung politischer Gefangener auf der Insel.

Mehrere hundert Journalisten und Schaulustige hatten sich am Montag schon vor der Zeremonie auf der Straße vor dem Gebäude eingefunden. Nach Jahrzehnten der Feindschaft hatten die USA und Kuba zuvor ihre diplomatischen Beziehungen offiziell wieder aufgenommen.

Am Montag um Mitternacht (Ortszeit) wurde eine Vereinbarung umgesetzt, Botschaften in der Hauptstadt des anderen zu unterhalten. Im Jahr 1961, auf einem Höhepunkt des Kalten Krieges zwischen Ost und West, waren die Beziehungen abgebrochen worden.

Die Botschaftsgebäude in Washington und Havanna waren zuvor schon genutzt waren. Aber sie hatten den Status von Interessenvertretungen und standen unter dem Schutzmandat der Schweiz.

In der kubanischen Hauptstadt sollte die US-Flagge erst zu einem späteren, noch nicht bekannten Termin wieder wehen. Dort schwenkten am Montag nur einige Mitarbeiter und Schaulustige US-Fähnchen vor dem mehrstöckigen Gebäude an der Uferpromenade Malecón.

US-Außenminister John Kerry will noch in diesem Sommer den Karibikstaat besuchen, um die US-Flagge bei einer offiziellen Eröffnungsfeier zu hissen. Der Termin war noch nicht bekannt.

Die USA unterhalten auf einem Stützpunkt in Guantánamo ein Gefangenenlager auf Kuba.

(dpa)
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