kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Protest gegen Karikaturen: Kuwait will dänische Produkte boykottieren

zuletzt aktualisiert: 29.01.2006 - 18:00

Kopenhagen/Kuwait (rpo). Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung schlagen in muslimischen Ländern weiter hohe Wellen. Der Verband der staatlichen Supermärkte in Kuwait stellte einen Boykott dänischer Produkte in Aussicht. Der dänische Botschafter in Saudi-Arabien, der auch die Interessen seines Landes in Kuwait vertritt, wurde ins Außenministerium einbestellt.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai äußerte sich dagegen in Kopenhagen zufrieden mit der Reaktion der dänischen Regierung. Nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen sagte Karsai am Sonntag, der Regierungschef habe ihm sein Bedauern ausgedrückt. Doch sei die Presse frei. "Es gibt Dinge, die das politische System nicht kontrollieren kann." Darüber hinaus sei der "Fehler der Zeitung" mit einer Entschuldigung in Form eines Leitartikels korrigiert worden. Karsai rief die Medien weltweit auf, anderen Kulturen und den Sensibilitäten anderer Völker mit Respekt zu begegnen.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Damaskus forderte die dänische Regierung auf, alle diejenigen zu bestrafen, die für die Karikaturen verantwortlich seien, wie die amtliche Nachrichtenagentur SANA berichtete. Kopenhagen müsse sicherstellen, dass "solche Beleidigungen in Zukunft nicht wiederholt werden können".

Kritik äußerte auch die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC). Die dänische Regierung habe es versäumt, diesem Fall die notwendige Ernsthaftigkeit zukommen zu lassen, erklärte der OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu am Samstag in Dschidda. Saudi-Arabien hat am Donnerstag bereits seinen Botschafter aus Dänemark zurückgerufen.

In der Stadt Kuwait protestierten am Samstag hunderte Demonstranten vor der dänischen Botschaft gegen die zwölf Karikaturen, die schon am 30. September in der Aarhuser Zeitung "Jyllands-Posten" erschienen. Darauf wird Mohammed unter anderem mit einem Turban in Form einer Bombe einschließlich brennender Zündschnur abgebildet. In einer anderen Karikatur ist der Prophet mit grauem Bart und einem Schwert in der Hand dargestellt, seine Augen sind mit einem schwarzen Rechteck bedeckt.

Die Zeitung hat es mit Verweis auf die Pressefreiheit abgelehnt, sich für diese Abbildungen zu entschuldigen. Mehrere muslimische Länder haben eine Entschuldigung von der dänischen Regierung angemahnt. Fogh Rasmussen sagte am Sonntag, die Regierung könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was unabhängige Medien veröffentlichten. Die Regierung verurteile aber Äußerungen oder Taten, die Menschen wegen ihrer Religion oder Herkunft dämonisierten.

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Die EU-Kommission wird Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagen. mehr 

Röttgen verzichtet auf NRW-Landtagsmandat

Nach Niederlage in NRW-Wahl

Röttgen verzichtet auf Landtagsmandat

Norbert Röttgen hat jetzt offiziell den Verzicht auf sein Landtagsmandat erklärt. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Nach Niederlage in NRW-Wahl

Röttgen verzichtet auf Landtagsmandat

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

Makabre Kunstaktion in Italien

Berlusconi-Figur im Glas-Sarg

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Makabre Kunstaktion in Italien

Berlusconi mit Micky-Maus-Pantoffeln im Sarg

Mit einer makabren Kunstharzfigur sorgen zwei italienische Künstler derzeit in Rom für Furore: In einer Ausstellung im Palazzo Ferrajoli zeigen die Künstler den ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi als Leiche in einem Glassarg. mehr

 
 

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

 

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

 
 
Top-Services