Ende der Hilfsprojekte wäre für die Bevölkerung schlimm: Letzte deutsche Helfer aus Irak geflohen
zuletzt aktualisiert: 12.04.2004 - 15:20Köln (rpo). Die Lage in Irak ist instabil. Die letzten deutschen humanitären Helfer mussten das Land verlassen. Sie hoffen aber auf baldige Rückkehr, denn das Ende der Hilfsprojekte wäre für die Bevölkerung schlimm.
Wie die "Aktion Deutschland hilft" (ADH) am Montag in Köln mitteilte, flogen zwei deutsche Minensuchexperten zusammen mit zwei französischen Kollegen am Nachmittag mit einer UN-Maschine von Bagdad in die jordanische Hauptstadt Amman.
"Wir haben uns zu diesem Schritt gezwungen gesehen, weil wir durch die augenblickliche Situation nicht mehr in der Lage sind, außerhalb unserer Unterkünfte weitere Arbeit durchzuführen", sagte Frank McAreavey von der Hilfsorganisation HELP. In Amman wollen die Experten nun die weitere Entwicklung abwarten. "Wir hoffen, möglichst bald zurückkehren zu können", sagte McAreavey. Eine vollständige Einstellung der Hilfsprojekte wäre für die irakische Bevölkerung eine schlimme Entwicklung.
In der ADH sind zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen vereinigt. Der Organisation gehören neben HELP auch die Arbeiterwohlfahrt, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Care, action medeor und World Vision an.
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