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Österreich
Es geht auch sachlich - Ende des Schmuddel-Wahlkampfs

Letzte TV-Debatte vor Wahl in Österreich: Es geht auch sachlich
NEOS-Chef Matthias Strolz, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), ÖVP-Chef Sebastian Kurz und die Grüne Ulrike Lunacek vor der Elefantenrunde in Wien. FOTO: dpa, hog hel fgj
Wien. Betont sachlich ist in Österreich der Wahlkampf zu Ende gegangen. Statt der Schlammschlachten und Schmutzkampagnen der vergangenen Wochen wurden in der letzten TV-Debatte vor der Wahl politische Argumente ausgetauscht.

Diffamierungen, Pannen und Schmutzkampagnen prägten den österreichischen Wahlkampf in den vergangenen Wochen. In der "Elefantenrunde", zu der das ORF am Abend fünf Spitzenpolitiker eingeladen hatte, ging es zivilisierter zu. Statt gegenseitiger Angriffe und Anschuldigungen beherrschte das Werben um die eigene Politik die Beiträge der Teilnehmer.

Breiten Raum nahmen erneut die Flüchtlingskrise und ihre Folgen ein.
Dabei sprach sich Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) für einen besseren Schutz der österreichischen Grenzen durch das Bundesheer aus. Weitgehende Einigkeit herrschte darüber, dass die Sozialsysteme künftig für Migranten weniger attraktiv sein sollten.

"Die Sogwirkung abstellen"

ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz möchte einen Stopp der illegalen Zuwanderung, damit die gewohnten Sozialleistungen zugunsten der Beitragszahler weiter möglich sind. "Es braucht ein System, das die Sogwirkung abstellt", begründete FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seine Forderung nach Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber.

Am 15. Oktober wählen die Österreicher ein neues Parlament. Nach bisherigen Umfragen gilt Kurz als Favorit im Rennen um die Kanzlerschaft. Auch die FPÖ kann den Meinungsforschern zufolge mit einem guten Ergebnis rechnen. Die Sozialdemokraten hoffen auf einen erfolgreichen Endspurt um die Wählerstimmen. 

(juju/dpa)
 
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