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Nach Rücktrittserklärung
Ministerpräsident Hariri ist zurück im Libanon

Libanon: Ministerpräsident Hariri ist zurückgekehrt
Libanons Ministerpräsident Saad Hariri (r) betet am Grab seines Vaters nach seiner Rückkehr in den Libanon. FOTO: dpa, HM hjb
Beirut . Knapp drei Wochen nach seiner Rücktrittserklärung ist Libanons Ministerpräsident Saad Hariri wieder in sein Heimatland zurückgekehrt. Er landete am späten Dienstagabend mit einer Maschine aus Kairo auf dem Flughafen in Beirut. 

Im Libanon will der Regierungschef am Mittwoch eine Militärparade zum Unabhängigkeitstag des kleinen Landes am Mittelmeer besuchen.

Auf seinem Weg von Kairo nach Beirut hatte Hariri noch einen Zwischenstopp auf Zypern eingelegt. Wie der zyprische Regierungssprecher Nikos Christodoulides per Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, habe sich Hariri mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades getroffen.

In Kairo war Hariri zu einem Gespräch mit dem ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi zusammen. Dabei wurden die jüngsten Entwicklungen im Libanon erörtert.

Hariri hatte Anfang des Monats von Saudi-Arabien aus seinen Rücktritt erklärt. Danach kamen Befürchtungen auf, im Libanon könne ein neuer Stellvertreterkonflikt zwischen den beiden rivalisierenden Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran entstehen. Das sunnitische Saudi-Arabien ist ein enger Verbündeter Hariris, der schiitische Iran unterstützt die mächtige libanesische Schiitenmiliz Hisbollah.

Libanons Ministerpräsident Saad Hariri steigt am Flughafen in Beirut aus dem Flugzeug. FOTO: dpa, BH hjb

Nahrung erhielten die Befürchtungen, weil Hariri bisher nicht in den Libanon zurückgekehrt war. Arabische Medien verbreiteten zugleich Gerüchte, Riad habe den 47-Jährigen unter Hausarrest gestellt. Saudi-Arabien wies den Vorwurf zurück. Am vergangenen Wochenende reiste Hariri dann nach Frankreich, wo er den französischen Präsidenten Emmanuel Macron traf. Von Paris aus flog Hariri am Dienstag nach Kairo.

Bei seiner Rücktrittserklärung hatte Hariri einen angeblichen Mordkomplott der Hisbollah angedeutet. Die Miliz und den Iran beschuldigte er, in der Region Unruhe zu stiften. Libanons Präsident Michael Aoun hat den Rücktritt bislang nicht angenommen hat.

(ate/dpa)
 
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