Seit gut drei Jahren kam der Libanon nicht zur Ruhe. Schritt für Schritt spaltete sich das Land immer mehr in ein anti-syrisches und pro-syrisches Lager. Mit der Bildung einer Regierung der nationalen Einheit am Freitag durch der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora wurde der politischen Lähmung des Landes ein Ende gesetzt.
14. FEBRUAR 2005:
Ministerpräsident Rafik Hariri wird durch ein Attentat in Beirut getötet. Die Opposition macht pro-syrische Kräfte für seinen Tod verantwortlich und fordert den Abzug der syrischen Truppen, die zwei Monate später nach Massendemonstrationen aus dem Libanon abziehen.
19. JULI 2005:
Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wird die schiitische Partei und Miliz Hisbollah an der Regierung beteiligt, neuer Ministerpräsident ist Fouad Siniora.
12. JULI - 14. AUGUST 2006:
Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten in den Libanon beginnt Israel eine Militäraktion gegen die Hisbollah. Dabei sterben 1400 Menschen.
23. NOVEMBER 2007:
Die Amtszeit von Präsident Emile Lahoud läuft aus. Der pro-westliche Parlamentsmehrheit und die Opposition können sich monatelang nicht auf einen Nachfolger einigen.
7. MAI 2008:
Es kommt zu schweren Kämpfen zwischen Anhängern der von der Hisbollah geführten Miliz und der Regierung. Innerhalb einer Woche blutiger Auseinandersetzungen kommen 65 Menschen ums Leben, 200 werden verletzt
11. JULI 2008:
Rund anderthalb Monate nach dem Abkommen von Doha, das unter Vermittlung von Katar zustande kam, wird eine Regierung der nationalen Einheit gebildet. Zum neuen Präsidenten war bereits am 25. Mai Michel Suleiman gewählt worden.