US-Präsident verprelle die europäischen Verbündeten: Madeleine Albright kritisiert Bushs Außenpolitik
zuletzt aktualisiert: 21.08.2003 - 10:36Washington (rpo). In einem Beitrag für die jüngste Ausgabe des Magazins "Foreign Affairs" hat die frühere amerikanische Außenministerin Madeleine Albright mit der Außenpolitik von US-Präsident George W. Bush abgerechnet.
Albright warf Bush unter anderem vor, mit seiner Politik die europäischen Verbündeten und gemäßigte arabische Staatsmänner zu verprellen. Besonders die Entscheidung, den Schwerpunkt vom Kampf gegen das Terrornetzwerk El Kaida auf die Invasion Iraks zu verlagern und auch anderen missliebigen Staaten mit Militäraktionen zu drohen, habe die Unterstützung der USA unter den Europäern drastisch absinken lassen.
Albright äußerte jedoch zugleich die Hoffnung, dass die Differenzen zwischen den USA und Europa überwunden werden könnten. "Das amerikanische Volk wird es mit Unterstützung von Außenminister Colin Powell und anderen Stimmen der Vernunft nicht zulassen, dass die Regierung zu weit geht", schrieb Albright.
Albright war Außenministerin unter Bushs Vorgänger Bill Clinton.
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