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Nach dem Absturz der Maschine in der Ukraine
Flug MH17: Die Wut richtet sich auch gegen Putins Tochter

Fotos: Die ersten Opfer kommen in den Niederlanden an
Fotos: Die ersten Opfer kommen in den Niederlanden an FOTO: dpa, kim pt
Den Haag. Die ersten Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ukraine sind inzwischen in den Niederlanden eingetroffen. Doch die Frage, wer die Verantwortung trägt für die Tragödie um die vermutlich abgeschossene Maschine, ist noch nicht geklärt. Die Wut manches Niederländer richtet sich nun nicht nur gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin, sondern auch gegen dessen Tochter. Von Dana Schülbe

Viel ist nicht bekannt über die beiden Töchter von Wladimir Putin, aktuelle und offiziell bestätigte Bilder gibt es nicht von ihnen. Denn der Präsident will ihre Privatsphäre schützen. Beide sollen aber im Ausland leben und verheiratet sein, die 29-jährige Maria Putina ausgerechnet in den Niederlanden. Das gefällt so manchem Niederländer angesichts der Katastrophe um Flug MH17 gar nicht.

In den sozialen Netzwerken wie etwa auf Twitter kursiert ein Foto, dass die junge Frau in den Niederlanden zeigen soll. Dort wurde auch zu Demonstrationen vor dem Haus der Russin aufgerufen, die seit zwei Jahren mit ihrem niederländischen Freund in Voorschoten leben soll. Und manch einer fordert sie auch auf, zurück nach Russland zu gehen.

Zu dieser Aussage hatte sich auch der Bürgermeister der Stadt Hilversum, wo die Toten des Absturzes identifiziert werden, in einem Radio-Interview hinreißen lassen, wie mehrere niederländische Zeitungen berichteten. Demnach legte er nahe, dass Maria Putina des Landes verwiesen werden solle, denn dies sei "die ultimative Sanktion" gegen Putin.

Einige Stunden später entschuldigte sich der Bürgermeister via Twitter für diese Aussage.

 

 

"Die Aussage bezüglich Putins Tochter auf Radio 1 war nicht klug. Sie ergab sich aus einem Gefühl der Hilflosigkeit, dass viele Menschen nachvollziehen können", schrieb Pieter Broertjes. Die Wut manch anderes Niederländers dürfte damit aber noch nicht verraucht sein. Der Polizeischutz an der russischen Botschaft in Den Haag jedenfalls wurde inzwischen verschärft.

 
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