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Ausnahmezustand im Urlaubsparadies
Politische Krise auf den Malediven spitzt sich zu

Malediven: Politische Krise spitzt sich zu
Polizisten nehmen den ehemaligen Präsidenten der Malediven, Maumoon Abdul Gayoom (M), in Male fest. FOTO: dpa, MS hjb
Malé/Washington. Wer an die Malediven denkt, hat Sandstrände, Palmen und Meer vor Augen. Doch auf den Inseln im Indischen Ozean herrscht höchste Anspannung: Es gibt Festnahmen, die Verfassung ist außer Kraft gesetzt. Nun wurde Ex-Präsident Abdul Gayoom festgenommen.

Der 80-Jährige hatte die Opposition unterstützt, die Präsident Abdulla Yameen zuletzt unter Druck gesetzt hatte. Yameens Regierung hatte am Montag einen 15-tägigen Ausnahmezustand verhängt und dies mit Unruhen begründet. In den vergangenen Tagen war es in der maledivischen Hauptstadt Malé zu Ausschreitungen zwischen Unterstützern der Opposition und der Polizei gekommen.

Grund für die Unruhen war ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der Malediven, das die Freilassung und Rehabilitierung mehrerer Oppositionspolitiker anordnete, unter anderem von Ex-Präsident Mohamed Nasheed. Die Regierung unter Präsident Yameen weigerte sich bislang, das Urteil umzusetzen. Nach einem Bericht des Senders BBC wurden zwei Mitglieder des Obersten Gerichts festgenommen.

Das Auswärtige Amt rät Urlaubern von Reisen in die Hauptstadt Malé ab. China und Indien raten allgemein von Reisen in das Urlaubsparadies im Indischen Ozean ab.

USA zeigen sich beunruhigt

Wo Sie was im Urlaub besser lassen sollten FOTO: dpa, pla

Angesichts der angespannten Lage auf den Malediven hat das US-Außenministerium die Regierung des Inselstaates aufgefordert, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Man sei beunruhigt über Berichte, denen zufolge der Ausnahmezustand Teile der maledivischen Verfassung außer Kraft setze, erklärte Sprecherin Heather Nauert am Montagabend (Ortszeit). Die Regierung, die Armee und die Polizei müssten sich an das Recht halten und die Verfassung wieder vollständig in Kraft setzen. Der Ausnahmezustand erlaubt es der Polizei und den Sicherheitskräften, strenger gegen Oppositionelle vorzugehen.

(oko/dpa)
 
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