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Manbidsch in Nord-Syrien
Kurdische Truppen erobern wichtige IS-Stadt

Manbidsch: Kurdische Truppen erobern wichtige IS-Stadt
Das Archivbild zeigt kurdische Kämpfer bei einer Übung. FOTO: ap, Spc. Jessica Hurst
Damaskus. Der sogenannte Islamische Staat (IS) hat eine weitere militärische Niederlage erlitten. Die Terrormiliz verlor die wichtige Stadt Manbidsch im Norden Syriens nahe der türkischen Grenze an kurdische Kämpfer.

Die kurdisch geführten und von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (DFS) hätten den Großteil der Stadt eingenommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Derzeit durchkämmten syrische Kräfte das Zentrum und den Norden von Manbidsch, um IS-Kämpfer zu finden, die sich versteckt hätten.

Ein Sprecher des Militärrats in Manbidsch wies den Bericht zurück. "Die Kämpfe gehen noch weiter", sagte Scherwan Darwisch am Samstag. Der Militärrat werde zu gegebener Zeit die Einnahme von Manbidsch verkünden.

Offensive dauerte zwei Monate

Die kurdisch geführten Truppen hatten vor mehr als zwei Monaten eine Offensive auf die strategisch wichtige Stadt in der Nähe der türkischen Grenze gestartet. Über die Stadt lief eine wichtige Nachschubroute des IS aus der Türkei in Richtung der IS-Hochburg al-Rakka im Osten Syriens.

Bei den Kämpfen starben seit Ende Mai nach Angaben von Beobachtern rund 432 Zivilisten, darunter 104 Kinder. Mehr als 200 Zivilisten sollen durch Luftangriffe der US-geführten Koalition gestorben sein. Das Militär gab an, den Tod der zivilen Opfer zu untersuchen.

(dpa)
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