Madrid: Marokkaner wegen Terror-Anschlägen verurteilt
zuletzt aktualisiert: 19.12.2008 - 11:54Rabat (RPO). Wegen Beteiligung an den Terroranschlägen in Madrid am 11. März 2004 ist ein Marokkaner zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Mit seinem am Donnerstag gefällten Urteil gegen den 29-jährigen Abdelilah Ahriz blieb das Anti-Terror-Gericht in Salé, in der Nähe von Rabat, hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach lebenslanger Haft zurück.
Sie hatte geltend gemacht, spanische Ermittler hätten genetisches Material gefunden, das die direkte Beteiligung von Ahriz an den Attentaten beweise. Dieser hatte jede Verwicklung in die islamistischen Anschlägen zurückgewiesen.
Der Anwalt des Angeklagten, Abdellatif Nouari, hatte eine erneute Untersuchung der genetischen Spuren und einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. Nach der Urteilsverkündigung sagte er, er werde Berufung einlegen. Ahriz war im Januar festgenommen worden.
Ihm wurde wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung eines terroristischen Akts" sowie "Beihilfe zur Zerstörung von Transportmitteln und öffentlichen Verkehrswegen mithilfe von Sprengstoff" vorgeworfen. Bei den Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid waren vor viereinhalb Jahren 191 Menschen getötet und mehr als 1800 weitere verletzt worden.
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