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Tiefensee
Mehr Jugendclubs gegen Rechts

Chemnitz (rpo). Mit dem Bau von Jugendclubs und Begegnungsstätten will Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gegen Rechtsradikale Bewegungen angehen. Ein millionenschweres Programm soll so in großen Städten die Entstehung sozialer Brennpunkte verhindern.

Die rechtsextremen Parteien suchten ihre Anhänger in dem sozial ausgegrenzten Teil der Bevölkerung, sagte Tiefensee der Chemnitzer "Freien Presse" (Dienstagausgabe). Deshalb gehöre die Beseitigung der Arbeitslosigkeit genauso zur Abwehr des aufkeimenden Nationalsozialismus wie die Schaffung von mehr Jugendclubs und Begegnungsstätten in benachteiligten Wohngebieten. Dafür stünden ab 2007 jährlich rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Zugleich verwies Tiefensee, der Beauftragter für die neuen Länder in der Bundesregierung ist, auf eine besondere Situation in Ostdeutschland. So sei nicht nur der Organisationsgrad rechter Gruppierungen größer als im Westen, sondern auch die Zahl von rechtsextremen Gewalttaten höher als in den alten Ländern. Einige Gründe seien auch in der DDR-Vergangenheit zu suchen. So habe die SED-Diktatur "bei einigen wenigen Ostdeutschen" einen Hang zu einfachen Antworten unterstützt. Deshalb sei die Bindung zu rechtsextremen Gedankengut im Osten stärker als im Westen.

(afp2)
 
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