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Schwere Vorwürfe des Exilparlaments: Mehrere hundert Menschen in Tibet getötet

zuletzt aktualisiert: 17.03.2008 - 09:57

Dharamshala (RPO). Im Rahmen der anti-chinesischen Proteste in Tibet sind offenbar mehrere hundert Menschen getötet worden. Die Menschen seien in der Hauptstadt Lhasa und anderen Regionen der von China kontrollierten Himalaya-Region getötet worden, erklärte das tibetische Exilparlament im indischen Dharamshala.

Es forderte zugleich die Vereinten Nationen auf, das Blutvergießen zu untersuchen. "Die massiven Demonstrationen, die am 10. März in der Hauptstadt Lhasa und anderen Regionen Tibets begannen und den Tod von Hunderten von Tibetern nach sich zogen... müssen die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen bekommen", hieß es in der Erklärung.

Zuvor hatte China die Anwendung von Gewalt in der Region bestritten. Bei der Niederschlagung der gewaltsamen Proteste in Tibets Hauptstadt Lhasa seien die Sicherheitskräfte nach Angaben der Regionalregierung nicht mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vorgegangen. Von Seiten der Sicherheitskräfte habe es in Lhasa "keine Schüsse gegeben", sagte der Präsident der autonomen Region Tibet, Qiangba Puncog, am Montag vor Journalisten in Peking.

Die chinesische Volksarmee sei nicht an der Niederschlagung der Proteste beteiligt gewesen, sondern sei erst nach den Unruhen eingesetzt worden, um die Stadt aufzuräumen und die Ordnung aufrecht zu erhalten.

Quelle: afp

 
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