kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nach Geisel-Tod in Afghanistan: Merkel hält am deutschen Kurs fest

zuletzt aktualisiert: 24.07.2007 - 14:20

Berlin (RPO). Auch nach dem Tod einer deutschen Geisel will Angela Merkel am deutschen Kurs in Afghanistan festhalten. Im Kabinett betonte die Bundeskanzlerin das deutsche Engagement sei "langfristig, wichtig und unabdingbar".

Merkel sagte, alles Verantwortbare werde getan, den überlebenden Bauingenieur frei zu bekommen und den Toten nach Deutschland zu überführen. Der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Tom Koenigs, forderte nach einem Treffen mit Merkel "energisches Kurshalten" und die Fortsetzung eines starken deutschen Engagements in Afghanistan.

Die Rückführung des in afghanischer Geiselhaft gestorbenen Bauingenieurs nach Deutschland ist laut Außenamtssprecher Martin Jäger für (den morgigen) Mittwoch geplant. Ein Obduktionstermin in Köln sei für Donnerstag angesetzt. Keine Stellungnahme gab es auch zu einem ARD-Bericht, wonach Tornado-Flugzeuge der Bundeswehr dazu beigetragen haben sollen, die Geiseln zu lokalisieren.

In einem weiteren ARD-Bericht heißt es, der überlebende Deutsche, mindestens vier seiner afghanischen Kollegen und die vermutlichen paschtunischen Entführer befänden sich in der Südostprovinz Ghazni. Sie bewegten sich nur kurze Strecken zu Fuß auf etwa 3.000 Meter Höhe.

Afghanische Verbände seien in der Nähe, griffen aber derzeit nicht ein. Konkrete Forderungen lägen nicht vor. Die Verhandlungen über weite Entfernungen unter Vermittlung von Stammesältesten verliefen zäh. Weiterhin gebe es keinen Hinweis, dass Taliban Zugriff auf die Geiseln hätten.

Pakistan bleibt ein Sicherheitsrisiko

Merkel sagte, das Gespräch mit Koenigs habe die grundsätzliche Richtigkeit der deutschen deutsche Afghanistan-Strategie ergeben. Das deutsche Engagement sei "langfristig, wichtig und unabdingbar".

Notwendig sei ein enges Verzahnen von Aufbauarbeit und deren Absicherung. Zur Stärkung Afghanistans durch die Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit gehöre auch eine Absicherung der Region. Merkel benannte ebenso wie Koenigs besonders das Nachbarland Pakistan als Sicherheitsrisiko.

Koenigs unterstrich den Dank der Vereinten Nationen für das anhaltende deutsche Engagement in Afghanistan. "Ganz entscheidend kommt es in dieser schwierigen Situation darauf an, dass so starke und wichtige Partner wie Deutschland energisch den Kurs halten." Stärke sei notwendig zur Stabilisierung des ganzen Landes.

Dringend erforderlich sei die Durchsetzung des Rechtsstaats, notfalls mit militärischen Mitteln. Dem Aufstand im Süden müsse entgegengetreten werden. Koenigs sagte, er halte auch nichts von Debatten darüber, welches ISAF-Land in welchem Landesteil tätig sein soll. Das deutsche Engagement im Norden solle so bleiben. Es werde für das ganze Land im kommenden Jahr so wichtig sein wie in diesem Jahr.

Naumann spricht sich für Ausweitung des Bundeswehreinsatzes aus

Im parlamentarischen Raum ging unterdessen die Debatte über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr weiter. Mitte Oktober beziehungsweise Mitte November laufen die derzeit gültigen drei Afghanistan-Mandate für die Streitkräfte aus.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sprach sich dafür aus, dass Bundeswehr-Ausbilder afghanische Soldaten auch in den umkämpften Süden begleiten können. Logistische Hilfe im Süden solle nicht mehr auf Kurzeinsätze beschränkt werden. In der SPD-Fraktion meldeten sich Gegner und Befürworter einer Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes zu Wort.

Anders als Koenigs befürwortete der frühere Generalinspekteur Klaus Naumann in der "Welt" eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes auf den Süden Afghanistans. Strikt dagegen sprach sich der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), in der ARD aus.

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

syrien flagge fahne RPO 2007

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. Die USA bringen einen Militäreinsatz auch ohne UN-Beschluss ins Spiel. mehr

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert Palästinenser zu Friedensgesprächen auf

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

 

Ingenieur im Januar verschleppt

In Nigeria entführter Deutscher getötet

 
 
Top-Services