Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstag zum Weltfinanzgipfel der G20 nach Pittsburgh aufgebrochen.
Dort beginnt Donnerstagabend (Ortszeit) unter strengen Sicherheitsvorkerhrungen das Treffen der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) statt, bei dem es vor allem um die Regulierung der internationalen Finanzmärkte geht.
Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hielten unmittelbar vor dem Abflug an die US-Ostküste eine Pressekonferenz in Berlin ab.
Die Kanzlerin zeigte sich entschlossen, eine umfassende Finanzmarktregulierung auf den Weg zu bringen und die Macht der Banken zu beschneiden. "Die Politik muss den Mut haben, etwas zu machen, was nicht sofort die Begrüßung aller Banken mit sich bringt", erklärte die CDU-Vorsitzende.
Zu Bestrebungen einzelner Länder, auf dem Gipfel über Wachstumsstrategien und Ungleichgewichte zu reden, sagte Merkel: "Wir dürfen jetzt nicht Ersatzthemen suchen und darüber die Finanzmarktregulierung vergessen."
Auf der anderen Seite des Atlantiks gab es die ersten Proteste gegen den Weltfinanzgipfel.
Dabei sind 14 Greenpeace-Aktivisten festgenommen worden. Die festgenommenen Aktivisten hatten sich nach Angaben ihres Anwalts von einer Brücke abgeseilt und ein Banner mit der Aufschrift "Gefahr - Umweltzerstörung in Sicht" entrollt.
Die Aktivisten seien sofort angeklagt worden, berichtete Anwalt Michael Healey. Das von ihnen entrollte Banner hing etwa zwei Stunden, bevor Sicherheitskräfte es entfernten.