"Windschutzscheiben-Cowboy": Mexikos Ex-Präsident lästert in Memoiren über Bush
zuletzt aktualisiert: 07.10.2007 - 09:59Washington (RPO). Mexikos ehemaliger Präsident Vicente Fox nimmt in seinen Memoiren kein Blatt vor den Mund. Auch US-Präsident George Bush nimmt er in seinen Erinnerungen aufs Korn. "Mein erster Eindruck war einer des totalen Selbstvertrauens", schreibt Fox in seinem Buch "Revolution der Hoffnung".
"Er war schlicht der großspurigste Kerl, den ich je in meinem Leben getroffen habe." Das erste Treffen der beiden Politiker geht auf das Jahr 1996 zurück, als Bush Gouverneur von Texas und Fox Gouverneur des mexikanischen Bundesstaatens Guanajuato war.
Fox war im Jahr 2000 der erste mexikanische Oppositionspolitiker, der die seit 71 Jahren regierende Partei PRI besiegte. Er nennt Bush in seinen Erinnerungen auch einen "Windschutzscheiben-Cowboy" - die Bezeichnung für einen Rancher, der sich am Steuer seines Geländewagens wohler fühlt als im Sattel eines Pferdes. Er habe bei einem Bush-Besuch auf seiner Ranch gleich gespürt, dass der US-Politiker Pferde nicht mag, "weil sie nicht einfach so anhalten, wenn man auf die Bremse tritt".
Aber auch der venezolanische Staatschef Hugo Chávez bekommt sein Fett weg: Wenn der einen seiner Redeschwälle anfange, schreibt Fox in Erinnerung an einen Amerika-Gipfel, "ist es für die anderen Präsidenten Zeit, Wasser und Kekse zu holen und sich auf dem Flur den wirklich ernsten Angelegenheiten zu widmen." Auch an Chávez' großes Vorbild, den kubanischen Staatschef Fidel Castro erinnert sich Fox: Der habe die seltsame Angewohnheit gehabt, sich beim Essen zwischen zwei Bissen ständig an den Ohren zu ziehen.
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