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US-Ermittler
Früherer Putin-Berater Lessin kam gewaltsam ums Leben

Michail Lessin: Früherer Putin-Berater kam gewaltsam ums Leben
Der damalige russische Informationsminister Michail Lessin 2003 (Archivbild). FOTO: dpa
Washington. Der Kreml-Berater Michail Lessin war im vergangenen November tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden, angeblich war er an einem Herzinfarkt gestorben. Jetzt wurde die tatsächliche Todesursache festgestellt: Lessin ist offenbar durch massive Gewalteinwirkung gestorben.

Bei der Untersuchung seien ein harter Schlag auf den Kopf, Verletzungen an Hals, Rumpf und Beinen festgestellt worden. Das berichtete die "Washington Post" am Donnerstag unter Berufung auf die US-Behörden. In dem Fall werde weiter ermittelt, wurde ein Polizeisprecher zitiert.

Neue Erkenntnisse lassen Gewaltverbrechen vermuten

Die Erkenntnisse widersprechen Angaben russischer Staatsmedien, wonach der 57-jährige Lessin an einem Herzanfall gestorben sei. Unklar blieb aber weiter, ob die US-Ermittler von einem Verbrechen ausgehen. Lessin war eine hochumstrittene Figur der russischen Medienlandschaft. Er hatte schon dem einstigen russischen Präsidenten Boris Jelzin als Pressechef gedient und war von 1999 bis 2004 Medienminister.

Später war er an der Gründung der englischsprachigen russischen Fernsehsendergruppe RT beteiligt, leitete die Mediensparte von Gazprom und beriet den russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2014 hatte der US-republikanische Senator Roger Wicker die Einleitung von Korruptionsermittlungen gegen Lessin gefordert, weil er in seiner Zeit als russischer Topfunktionär Millionen beiseite geschafft haben soll.

(AFP)
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