Birma: Militärjunta rüstet sich für neue Proteste
zuletzt aktualisiert: 26.10.2007 - 13:38Rangun (RPO). Polizisten mit Gewehren und Tränengas, Straßensperren aus Stacheldraht - sie prägen das Straßenbild in Rangun an diesem Freitag. Einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gegen die Militärjunta in Birma verschärften die Generäle die Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt wieder.
Der Zugang zur Schwedagon-Pagode, bei der die Protestmärsche seit August immer wieder begonnen hatten, war mit Stacheldraht abgesperrt. Dort hatte die Junta die Demonstrationen am 26. Oktober gewaltsam aufgelöst. Offenbar befürchtete die Militärregierung zum einmonatigen Jubiläum neue Proteste.
Am Freitag war auch ein bedeutender buddhistischer Feiertag, ab dem es Mönchen nach der Rückzugsphase der Monsun-Zeit wieder erlaubt ist, zu reisen.
Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari setzte am Freitag die Gespräche mit den Regionalmächten und Nachbarstaaten Birmas fort. In Japan sollte er unter anderem mit Außenminister Masahiko Komura und mit Ministerpräsident Yasuo Fukuda zusammentreffen. Der UN-Gesandte wirbt in der Region darum, Druck auf die Militärjunta aufzubauen.
Gambari hatte sich in den vergangenen Wochen bemüht, einen Dialog zwischen der Militärregierung und der Opposition anzustoßen. Am Donnerstag hatte der UN-Gesandte mit Regierungsvertretern in Peking gesprochen.
Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi war zuvor erstmals seit Jahren wieder mit einem Regierungsvertreter zusammengetroffen. Die ansonsten unter Hausarrest stehende Suu Kyi sprach in einem Gästehaus der Militärjunta in Rangun mehr als eine Stunde mit dem neu ernannten Verbindungsminister Aung Kyi, wie das staatliche Fernsehen am Donnerstag berichtete
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