Samarra: Minarette von Moschee gesprengt
zuletzt aktualisiert: 13.06.2007 - 09:40Bagdad (RPO). Die für Schiiten bedeutendste Moschee in Samarra ist erneut Ziel eines Anschlags geworden. Irakische Aufständische sprengten am Mittwochmorgen die beiden Minarette der Askarija-Moschee, wie die Polizei mitteilte. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.
Im Februar 2006 wurde die goldene Kuppel der Moschee bei einem Bombenanschlag zerstört, für den sunnitische Extremisten mit Verbindungen zu Al Kaida verantwortlich gemacht wurden.
Seitdem sind die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak ständig eskaliert. Die Moschee wurde geschlossen und von Sicherheitskräften umstellt. Diese konnten den neuerlichen Anschlag vom Mittwoch jedoch nicht verhindern.
Es wurde befürchtet, dass die Gewalt zwischen den verfeindeten Religionsgruppen nunmehr erneut ansteigen könnte. In der Askarija-Moschee befinden sich die Grabstätten des 10. und 11. Imams, die 868 beziehungsweise 874 starben. Beide sind Nachkommen des Propheten Mohammed und gelten bei den Schiiten als dessen rechtmäßige Erben.
Bei der Detonation von Sprengsätzen am Straßenrand wurden zwei weitere US-Soldaten getötet, wie die Streitkräfte am Mittwoch mitteilten. Die Anschläge ereigneten sich im Osten und im Süden von Bagdad. Des weiteren kam bei Kämpfen in der Unruheprovinz Anbar ein Marineinfanterist ums Leben.
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