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Explosionen vor zwei Polizeiwachen: Mindestens 17 Tote bei Autobomben-Anschlägen im Irak

zuletzt aktualisiert: 22.11.2003 - 15:13

Bagdad (rpo). Bei zwei Autobomben-Anschlägen nordöstlich von Bagdad sind Samstag mindestens 17 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich vor zwei Polizeiwachen.

Zwei Selbstmordattentäter haben sich in die Luft gesprengt und dabei mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen. 53 weitere Menschen wurden bei den Autobombenanschlägen nordöstlich von Bagdad verletzt.

Die mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge explodierten vor dem Polizeikommando der Provinzhauptstadt Bakuba sowie vor der Polizeiwache in Khan Bani Saad, berichteten die arabischen Sender El Dschasira und El Arabija.

Die Attentäter sprengten sich am Morgen fast zeitgleich in die Luft. In Bakuba starben sechs Menschen - vier Polizisten, ein neunjähriges Mädchen und eine alte Frau. 40 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt. Die Explosion riss in der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Hauptstadt der Provinz Dijala einen mehrere Meter tiefen Krater. Das Polizeigebäude wurde zerstört. Wachbeamte vor dem Kommandogebäude hatten zuvor vergeblich auf den Attentäter gefeuert, der bis vor das Gebäude vordrang.

Bei dem Anschlag in der 30 Kilometer von Bagdad entfernt liegenden Kleinstadt Khan Bani Saad wurden mindestens sechs Polizisten und drei Zivilisten getötet, darunter ein sechsjähriges Mädchen. Weitere 13 Menschen wurden verletzt. Die Polizeiwache, die völlig verwüstet wurde, liegt neben einem belebten Markt. Augenzeugen berichteten von Leichenteilen, die über das ganze Areal verstreut waren. Die mächtige Detonation zerstörte auch zahlreiche Fahrzeuge und Geschäfte.

Beide Orte liegen im so genannten "sunnitischen Dreieck", einer von Sunniten bevölkerten Region nördlich und westlich von Bagdad. Dort ist der bewaffnete Widerstand gegen die US-Besatzung besonders ausgeprägt.


 
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