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Pakistan: Mindestens 17 Tote bei Selbstmordanschlag

zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 07:11

Peshawar (RPO). Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeiwache im Nordwesten Pakistans sind am Montag mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen worden, darunter vier Kinder. Etwa 40 Personen wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Der Attentäter zündete demnach in einer Gasse hinter der Wache eine Autobombe. Bei den Todesopfern handelt es sich um neun Polizisten, vier Erwachsene und vier Kinder. Zum Zeitpunkt des Anschlags hielten sich 45 Polizisten in dem Gebäude in Lakki Marwat in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa auf, sagte Polizeisprecher LIaquat Ali. Sicherheits- und Rettungskräfte waren an den Trümmern im Einsatz. Durch die Wucht der Explosion wurden ein Geschäft und eine Moschee in der Nähe teilweise zerstört.

Die Opferzahl könnte noch steigen. Ein Polizeibeamter am Anschlagsort berichtete, während der Tat hätten sich in der Wache 45 Beamte aufgehalten. Das Gebäude sei "vollkommen zerstört".

Die Provinz Khyber Pakhtunkhwa grenzt an die pakistanischen Stammesgebiete, die eine Hochburg der radikalislamischen Taliban sind. In Pakistan werden regelmäßig Anschläge verübt, zumeist Selbstmordattentate. In den vergangenen drei Jahren kamen dabei mehr als 3600 Menschen ums Leben. Am Freitag waren bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Gläubige in Quetta 59 Menschen getötet worden.

Quelle: AFP/ddp/nbe

 
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