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Jordanien: Mindestens 53 Tote bei Hotelexplosion in Amman

zuletzt aktualisiert: 10.11.2005 - 00:08

Amman (rpo). Bei Bombenanschlägen auf Luxushotels in der jordanischen Hauptstadt Amman sind am Mittwoch mindestens 53 Menschen getötet worden, mindestens 300 wurden verletzt. Dies teilte Vize-Ministerpräsident Marwan Moascher im staatlichen Fernsehen mit.

Polizeimajor Baschir al Daadscha sagte der Nachrichtenagentur AP, es handele sich vermutlich um das Werk von Selbstmordattentätern. Ein anderer Polizeisprecher erklärte, die Anschläge trügen die Handschrift des Terrornetzwerks Al Kaida.

Die Explosionen ereigneten sich in den Hotels Grand Hyatt, Radisson SAS und Days Inn. Diese liegen in den Geschäftsvierteln Dschebel Amman und Al Rabije und werden überwiegend von internationalen Geschäftsleuten und Diplomaten frequentiert.

Insbesondere das Radisson ist auch bei israelischen Touristen beliebt, unweit davon befindet sich die israelische Botschaft. Auf das Hotel wurden schon mehrfach Anschläge von Al Kaida geplant, die jedoch rechtzeitig vereitelt werden konnten.

Im Grand Hyatt ging der Sprengsatz vermutlich in der Eingangshalle hoch. Von dem Gebäude stieg schwarzer Rauch auf, Krankenwagen eilten zum Ort des Geschehens.

Im Radisson fand zum Zeitpunkt der Explosion eine Hochzeitsfeier mit rund 300 Gästen statt. Diese glaubten nach eigenen Angaben zunächst, es seien Feuerwerkskörper losgelassen worden.

Der jordanische König Abdullah II. brach einen Staatsbesuch in Kasachstan ab, um nach Amman zurückzukehren. Er kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen die Urheber an, die er als "üblen fehlgeleiteten Haufen" bezeichnete. Sie werde der Arm des Gesetzes hart treffen.

Jordanien ist bislang von Terrorangriffen weitgehend verschont geblieben und gilt als das vielleicht stabilste Land im Nahen Osten. In letzter Zeit wurden allerdings Dutzende Terrorverdächtige inhaftiert oder in Abwesenheit zum Tode verurteilt - darunter der aus Jordanien stammende Al-Kaida-Chef im Irak, Abu Mussab al Sarkawi.

Quelle: ap

 
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