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Pakistan: Mindestens 80 Tote bei Autobomben-Anschlag

zuletzt aktualisiert: 28.10.2009 - 11:01

Islamabad (RPO). Nach dem Anschlag im pakistanischen Peshawar ist die Zahl der Toten nach Krankenhausangaben auf mehr als 80 gestiegen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Das teilte ein Arzt des größten Krankenhauses der Stadt mit.

Mehr als 80 wurden nach Krankenhausangaben verletzt, als die Bombe auf einem belebten Markt der Großstadt im Nordwesten des Landes explodierte.

Rettungskräfte befürchteten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, da viele Menschen noch unter Trümmern verschüttet seien. Außerdem würden die Rettungsarbeiten durch ein Großfeuer am Anschlagsort behindert.

Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden nach der Ankunft von US-Außenministerin Hillary Clinton in Pakistan. Clinton, die in den kommenden drei Tagen in Islamabad und Lahore Gespräche mit politischen und militärischen Verantwortlichen führen will, rief die pakistanische Armee zu einem entschlossenen Vorgehen gegen das Terrornetzwerk Al Qaida auf.

"Wir wissen, dass Al Qaida und ihre extremistischen Verbündeten noch immer auf der Suche nach radioaktivem Material sind", sagte die Außenministerin. Schon mit einer kleinen Menge könnten die Terroristen einen Anschlag "mit sehr fürchterlichen politischen und psychologischen Folgen" ausführen.

Die Lage in der Atommacht Pakistan ist äußerst angespannt: Die Regierung in Islamabad hat in einer Großoffensive gegen die islamistischen Aufständischen 30.000 Soldaten in der Taliban-Hochburg Süd-Waziristan entsandt, die Kämpfe in der Region werden erbittert geführt. Bei Selbstmordanschlägen und Angriffen von Taliban-Rebellen wurden binnen eines Monats fast 200 Menschen getötet.

Quelle: AFP/RTR/csr

 
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