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Mogadischu
Mehr als 20 Menschen sterben bei Selbstmordanschlag

Anschlag in Somalia: Attentäter tötet mindestens 276 Menschen in Mogadischu
Mogadischu. Im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind bei einem schweren Selbstmordanschlag der Polizei zufolge mehr als 20 Menschen getötet worden.

Die meisten der Getöteten seien Zivilisten, sagte am Samstag der Polizist Mohamed Dahir. Zudem seien rund 40 Menschen verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer könnte demnach weiter ansteigen. Augenzeugen berichteten, womöglich sei ein auch bei Regierungsmitarbeitern, Journalisten und aus dem Ausland zurückkehrenden Somalis beliebtes Hotel Ziel des Attentäters gewesen.

Der Selbmostattentäter habe sich in einem Auto an einer belebten Kreuzung in die Luft gesprengt, berichtete ein dpa-Reporter, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe befand. Die Explosion habe umliegende Gebäude massiv beschädigt. Die Lage ist demnach chaotisch und unübersichtlich.

Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war. Allerdings kommt es in Somalia immer wieder zu Anschlägen durch Al-Shabaab. Die mit dem Terrornetzwerk Al Qaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts errichten. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe.

(felt/dpa)
 
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