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Referendum: Morales vor Wahlsieg in Bolivien

zuletzt aktualisiert: 10.08.2008 - 22:26

La Paz (RPO). In Bolivien ist am Sonntagabend die Volksabstimmung über den linksgerichteten Präsidenten Evo Morales und die Gouverneure von acht Provinzen zu Ende gegangen. Es wurde erwartet, dass der 48-jährige Präsident durch die Abstimmung im Amt bestätigt wird, der Konflikt mit den konservativen Gouverneuren aber nicht beigelegt werden kann.

Die meisten Bolivianer stimmten für Evo Morales.  Foto: AFP
Die meisten Bolivianer stimmten für Evo Morales. Foto: AFP

Bereits vor dem Urnengang gab es unterschiedliche Interpretationen darüber, wie die Stimmgewichtungen zu werten seien. Die Lokale für die Stimmabgabe in dem südamerikanischen Land schlossen um 16. 00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MESZ).

Morales gab seine Stimme im Bundesstaat Chapare ab, wo er eine starke Anhängerschar hat. Der Präsident wurde von mehreren hundert Ureinwohnern gefeiert. Insgesamt gab es rund vier Millionen Abstimmungsberechtigte. Formal ging es um eine Amtsenthebung der Präsidenten, die bei einer Zustimmung oberhalb von 53,74 Prozent beschlossen wäre. Neben dem Präsidenten mussten sich in acht Provinzen des südamerikanischen Landes auch die dort regierenden Gouverneure der Abstimmung stellen. Morales wollte mit der Volksbefragung die politische Blockade seiner sozialistischen Reformen durch liberale und konservative Gouverneure beenden.

Morales hoffte auf eine Zustimmungsrate von rund 70 Prozent. Sicher waren ihm vor allem die Stimmen der Ureinwohner, zu denen mehr als jeder zweite Bolivianer gehört. Jüngsten Umfragen zufolge konnte er mit bis zu 59 Prozent der Stimmen rechnen und bliebe damit im Amt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Govuerneure zum Verbleib im Amt mindestens die Stimmenzahl erzielen müssen, mit der sie seinerzeit auf ihre Posten gewählt wurden, nämlich zwischen 38 und 48 Prozent. Allerdings beschloss die Oberste Nationale Wahlbehörde eine Woche vor dem Urnengang eine Änderung. Demnach bleiben sie auf ihren Posten, wenn sich 50 Prozent plus eine Stimme gegen ein Ende ihres Mandats aussprachen.

Quelle: afp2

 
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