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Clinton, Medwedew Moskau, AP 2009-1013
  Foto: RIA Novosti Kremlin, AP
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Clinton in Russland: Moskau lehnt Drohung mit Sanktionen gegen Iran ab

zuletzt aktualisiert: 13.10.2009 - 20:14

Moskau (RPO). Russland hat sich im Atomstreit mit dem Iran gegen einen verschärften Kurs und die Drohung mit Sanktionen ausgesprochen. Außenminister Sergej Lawrow sagte nach einem Treffen mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton am Dienstag in Moskau, zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei bereits die Drohung mit weiterem Druck kontraproduktiv.

Vielmehr müsse man die Verhandlungen mit Teheran unterstützen. Clinton erklärte, Washington stimme mit Russland darin überein, dass die Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen wichtig sei.

"Gleichzeitig haben wir für den Fall eines Misserfolgs immer auf das Potenzial von Sanktionen geblickt", fügte die Außenministerin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz hinzu. Später traf sie mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zusammen. Der Staatschef hat erklärt, Sanktionen seien selten produktiv, "in einigen Fällen" aber unvermeidlich. Damit sei gemeint, dass über Strafmaßnahmen lediglich dann nachgedacht werden solle, wenn alle politischen und diplomatischen Bemühungen gescheitert seien, betonte Lawrow.

Die Vereinten Nationen haben die Regierung in Teheran wiederholt zur Beendigung der Urananreicherung aufgerufen. Diese Technik kann sowohl der Herstellung von Brennstäben für Atomreaktoren dienen als auch die Produktion von Atomwaffen vorbereiten. Clinton sagte, die Genfer Gesprächsrunde mit dem Iran in der vergangenen Woche sei "ein konstruktiver Anfang" gewesen, dem nun aber auch Taten folgen müssten.

Auch Afghanistan auf der Tagesordnung

Lawrow äußerte sich optimistisch über ein baldiges Ergebnis der Abrüstungsverhandlungen mit den USA. Es seien bereits "erhebliche Fortschritte" erzielt worden. Der 1991 unterzeichnete Vertrag zur Reduzierung der Strategischen Atomwaffen (START) läuft am 5. Dezember aus. Ziel eines Folgevertrages soll es sein, die Anzahl dieser Waffensysteme von jeweils über 2000 auf etwa 1200 zu verringern.

US-Präsident Barack Obama hat sich im April für eine Welt ohne Atomwaffen ausgesprochen. Wegen dieser Haltung und der von ihm betriebenen Neuausrichtung der internationalen Beziehungen erhält der US-Präsident in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.

Weitere Gesprächsthemen waren die Lage in Afghanistan, der Georgien-Konflikt, die Nato-Erweiterung in Osteuropa und die Lage der Menschenrechte.

Quelle: AP/felt

 
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