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Simbabwe: Mugabe-Anhänger besetzen Farm eines Weißen

zuletzt aktualisiert: 06.04.2008 - 08:54

Harare (RPO). In Simbabwe haben laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens Anhänger von Präsident Robert Mugabe die Farm eines Weißen besetzt. Demnach hätten Veteranen des Unabhängigkeitskrieges eine der letzten Farmen im Besitz eines Weißen eingenommen.

Auch Mitglieder der Jugendorganisation der Regierungspartei ZANU-PF sollen beteiligt sein. Sie seien in die von einem (weißen) Mann "besetzte" Farm im südlichen Masvingo eingedrungen und hätten ihm vier Stunden Zeit gegeben, um sein Anwesen zu verlassen.

Mugabe nutzt seine Anhänger häufiger für Einschüchterungsmaßnahmen. Im Rahmen einer groß angelegten Landreform hatte der simbabwische Staatschef im Jahr 2000 seine Anhänger dazu angestachelt, weiße Farmer zu vertreiben. Die weißen Farmer sind Simbabwer, die meist britische Vorfahren haben. Großbritannien war bis 1980 Kolonialmacht im damaligen Rhodesien, Mugabe ist seit der Unabhängigkeit an der Macht.

Indes forderte die Regierungspartei eine neuerliche Auszählung aller Stimmen. Dies müse geschehen, weil es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten gekommen sei, berichtete die staatliche Wochenzeitung "Sunday Mail" am Sonntag. Einen Vorschlag der oppositionellen Bewegung für den demokratischen Wandel (MDC) zu einer Regierung der nationalen Einheit wies die Partei zurück. ZANU-PF und der 84 Jahre alte Präsident Robert Mugabe regieren das Land seit 28 Jahren.

Oppositionschef Morgan Tsvangirai hatte sich am Samstag zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom 29. März erklärt und der ZANU-PF vorgeworfen, einen "Krieg gegen das simbabwische Volk wie im Jahr 2000" anzuzetteln. Das offizielle Ergebnis der Präsidentshaftswahl wurde noch immer nicht bekanntgegeben. Bei der gleichzeitig stattfindenen Parlamentswahl siegte laut Wahlkommission die Oppositionspartei MDC von Tsvangirai, bei der Senatswahl gab es demnach ein Patt.

Quelle: afp

 
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