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Partei des simbabwischen Präsidenten fordert neue Stimmauszählung: Mugabe klammert sich ans Amt

zuletzt aktualisiert: 04.04.2008 - 21:08

Harare (RPO). Der noch amtierende simbabwische Präsident Robert Mugabe will sich nicht geschlagen geben. Seine Partei ZANU-PF bestreitet die Niederlage in der Präsidentschaftswahl und fordert eine Neuauszählung der Stimmen in allen 16 Wahlbezirken. Das kündigte ein Sprecher der Partei nach einer Krisensitzung am Freitag in Harare an.

Magbe will sich außerdem einer Stichwahl um das höchste Amt im Land stellen, wie Verwaltungsminister Didymuy Mutasa, ankündigte. Mugabes Rivale um die Präsidentschaft ist Morgan Tsvangirai von der oppositionellen Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC).

Mugabe werde "definitiv" an einer zweiten Runde teilnehmen, nachdem er Tsvangirai in der ersten Runde nicht habe schlagen können, so Mutasa. Er bestätigte auch, dass es "mit Sicherheit" eine Stichwahl geben werde. "Wir liegen zurück, sind aber nicht draußen", sagte Mutasa. Mugabe hatte am Freitag eine Krisensitzung mit der Führung seiner Partei über die künftige Strategie einberufen.

MDC-Generaksekretär Tendai Biti erklärte hingegen, einer Stichwahl gegen den seit 28 Jahren amtierenden Mugabe sei nicht nötig. Die oppositionelle Bewegung hatte sich schonam Mittwoch aus Ärger über das Schweigen der Wahlkommission einseitig zum Sieger der Präsidentenwahl ernannt. Ihr Kandidat Tsvangirai erhielt nach Hochrechnungen der MDC sowie unanbhängiger Beobachter 50,3 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Ein offizielles Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom Wochenende liegt jedoch immer noch nicht vor.

Mugabes Ankündigung, in einer Stichwahl anzutreten, schürte in Simbabwe neue Ängste. Die Opposition befürchtet, dass der 84jährige mit aller Macht  um einen Sieg kämpfen wird. Und schon in der Nacht zum Freitag demonstrierte Mugabes Regime mit aller Härte, dass es noch die Macht in der Hand hält. Die Büros der MDC wurden von Polizeieinheiten gestürmt und durchsucht, mehrere ausländische Journalisten festgenommen und angeklagt.

Quelle: afp

 
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