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Mussawi drohend panorama AFP
  Foto: AFP, AFP
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Irans Oppositionsführer macht Druck: Mussawi erklärt sich zum Märtyrertum bereit

zuletzt aktualisiert: 01.01.2010 - 10:49

Teheran (RPO). Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat sich unbeeindruckt von staatlichen Drohungen gegen seine Bewegung und sein Leben gezeigt. Mussawi erklärte sich bereit, notfalls auch sein eigenes Leben zu opfern.

In einer auf seiner Webseite veröffentlichten Erklärung verurteilte er am Freitag die blutige Unterdrückung der jüngsten Proteste, bei denen am vergangenen Sonntag acht Menschen, darunter sein Neffe, getötet wurden. Er selbst sei "zum Märtyrertum bereit" - also sein eigenes Leben zu opfern.

Hardliner haben bereits die Hinrichtung Mussawis gefordert. Mussawi sagte, die Regierung und das sie tragende geistliche Establishment machten einen Fehler, wenn sie auf Demonstrationen mit Gewalt und Tötungen reagierten. Die Behörden müssten das Recht des Volkes auf friedliche Protestkundgebungen respektieren, forderte er.

Mussawi erklärte, mit den Repressionen erreiche die iranische Führung nichts. Mit Festnahmen, "eurer Gewalt, euren Drohungen, euren Schließungen von Zeitungen und anderen Medien" könne sie vielleicht die Lage beruhigen. "Aber was sagt das über die Art aus, in der ihr Euch den Wandel in der öffentlichen Meinung über die Islamische Republik bewusst macht?", fügte Mussawi hinzu.

Mussawi reagierte auch auf die Aussage des einflussreichen islamischen Geistlichen, Ayatollah Abbas Waes Tabasi, die "Feinde Gottes" verdienten den Tod. Befehle, den Oppositionsführer Mehdi "Karubi, Mussawi und Leute wie uns hinzurichten, zu töten oder einzusperren, werden nichts lösen".

Bei der Niederschlagung regierungskritischer Proteste waren am Sonntag während des schiitischen Aschura-Festes amtlichen Angaben zufolge acht Menschen getötet worden, unter ihnen auch ein Neffe Mussawis. Nach den Protesten wurden zahlreiche Oppositionelle festgenommen.

Am Mittwoch erhöhte die iranische Führung außerdem mit staatlich organisierten Massenkundgebungen im ganzen Land den Druck auf die Opposition.

Quelle: apd/csi

 
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