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Deutscher Atalanta-Einsatz vor Somalia: Mutmaßlicher Pirat getötet

zuletzt aktualisiert: 07.09.2009 - 17:47

Potsdam (RPO). Bei einem Einsatz der deutschen Fregatte "Brandenburg" im Golf von Aden ist ein mutmaßlicher Pirat tödlich verletzt worden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Berlin am Montag mit.

Bei einem Einsatz der deutschen Fregatte "Brandenburg" im Golf von Aden ist ein mutmaßlicher Pirat tödlich verletzt worden. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin am Montag mitteilte, reagierte ein verdächtiges Boot mit fünf bewaffneten Insassen am Morgen nicht auf Warnschüsse der Fregatte. Der Kommandant der EU-Mission Atalanta habe daraufhin die Erlaubnis zum Schießen gegeben.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge um 05.40 Uhr MESZ. Einer der Insassen des Bootes sei dabei schwer verletzt worden und trotz sofortiger medizinischer Hilfe gestorben. Die anderen mutmaßlichen Piraten hätten nach dem Beschuss die Waffen und eine Enterleiter über Bord geworfen. Die Fregatte "Brandenburg" überprüfe derzeit die Verdächtigen und deren Boot.

Deutschland ist vor der Küste Somalias mit rund 660 Bundeswehrsoldaten und drei Fregatten am Anti-Piraten-Einsatz der EU beteiligt. Neben der "Brandenburg" sollen auch die "Karlsruhe" und die "Bremen" am Horn von Afrika Seeräuber abschrecken und Schiffe zum Schutz vor Angriffen begleiten.

Bundeswehrsoldaten haben bereits mehrfach schwerbewaffnete Piraten aufgespürt und gestoppt. So stellten Soldaten der Fregatte "Bremen" Mitte August auf einem Ruderboot Sprengköpfe für Panzerabwehrhandwaffen, eine Handgranate und Sprengstoff sicher.

Vor der somalischen Küste geraten immer wieder Schiffe in die Hände von Seeräubern. Nach einer Lösegeldzahlung ließen Piraten Anfang August den deutschen Frachter "Hansa Stavanger" frei. Er hatte sich vier Monate in ihrer Gewalt befunden. Am Montag forderten somalische Piraten 14 Millionen Euro Lösegeld für einen türkischen Frachter, wie dessen Reederei in Istanbul mitteilte.

Quelle: AFP/csr

 
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