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Myanmar
Präsident verspricht Suu Kyi friedliche Machtübergabe

Myanmar: Präsident verspricht Aung San Suu Kyi friedlichen Machtwechsel
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bei ihrem Treffen mit Präsident Thein Sein. FOTO: ap
Rangun. Der militärnahe Präsident Myanmars hat drei Wochen nach der schweren Wahlniederlage gegen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi eine friedlicher Machtübergabe versprochen. Das sagte sein Sprecher am Mittwoch nach dem ersten Treffen von Präsident Thein Sein mit Suu Kyi in der Hauptstadt Naypyidaw.

"Dies ist der siegreiche Schlusspunkt des Reformprozesses, den diese Regierung eingeleitet hat", sagte der Sprecher Ye Htut. Myanmar war bis 2011 eine Militärdiktatur. Thein Sein war General in der Junta.
Er gilt als Reformpräsident, weil er die Öffnung des Landes vorantrieb.

Suu Kyis Partei NLD hatte am 8. November mehr als 70 Prozent der Stimmen gewonnen. Im Parlament sind allerdings ein Viertel der Sitze für das Militär reserviert. Damit kann es Verfassungsänderungen blockieren - zum Beispiel den Paragrafen, der Suu Kyi vom Präsidentenamt ausschließt.

Deshalb traf Suu Kyi am Mittwoch auch den Armeechef Min Aung Hlaing. "Es war ein gutes Treffen", sagte der Armeechef anschließend. "Die NLD kann keine Verfassungsänderung ohne Unterstützung des Militärs durchführen", sagte Myat Thu, Gründer des Instituts für Politische Wissenschaften. "Deshalb sind die Gespräche für einen glatten Machtübergang so wichtig."

(lsa/dpa)
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