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Internationaler Druck nimmt zu: Myanmars Herrscher am Pranger

zuletzt aktualisiert: 23.09.2007 - 19:20

New York/Manila (RPO). Die Militärjunta von Myanmar gerät zunehmend unter Druck.  Nach der Ausweitung der friedlichen Proteste - angeführt von 10.000 Mönchen - nimmt nun auch US-Außenministerin Condoleezza Rice kein Blatt mehr vor der Mund und kritisiert die Militärherrschaft als "brutales Regime".

Der Druck auf die Militärregierung nimmt zu. Von innen. Und von außen. Rice geißelt am Sonntag zu Beginn eines Treffens mit ihrem chinesischen Kollegen Yang Jiechi in New York das "brutale Regime" in Myanmar. "Das Volk von Myanmar verdient etwas Besseres", sagte Rice. Die USA verfolgten die Situation sehr aufmerksam. US-Präsident George W. Bush habe zur Lage in dem asiatischen Land ebenfalls "sehr klare Worte" gefunden, betonte die Ministerin.

Nach Angaben einer US-Außenamtssprecherin wollte Rice am Donnerstag am Rande der UN-Vollversammlung mit den Mitgliedern der ASEAN-Staaten über die Krise in Myanmar sprechen. Die Ministerin wolle die Mitglieder des südostasiatischen Staatenbundes überzeugen, sich für demokratische Reformen in Myanmar einzusetzen. Auch der britische Außenminister David Miliband kündigte an, die Lage in Myanmar bei den Vereinten Nationen zur Sprache zu bringen. Am Dienstag beginnt in New York die UN-Vollversammlung.

Die ASEAN äußerte sich am Sonntag zurückhaltend zu den Demonstrationen. Er hoffe auf einen friedlichen und ruhigen Verlauf der Proteste, sagte ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong am Sonntag in Manila.

Myanmar wurde 1997 in die Organisation aufgenommen, deren Mitglieder hofften seinerzeit indirekt auf demokratische Reformen in dem Land hinwirken zu können. Die Strategie ging jedoch nicht auf, und die ASEAN wurde häufig wegen ihrer zu nachgiebigen Haltung gegenüber den Militärmachthabern in Myanmar kritisiert.

Am Sonntag hatten die Proteste in Myanmar mit 20.000 Beteiligten ihren bisherigen Höhepunkt gefunden. Bislang hat sich die Regierung zurückgehalten. In Erinnerung ist aber immer noch ihre brutale Reaktion auf die Demokratiebewegung in den späten 80er Jahren. Damals ließ sie die Proteste blutig niederschlagen.

Quelle: afp2

 
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