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Nach Bombenanschlägen in den USA
Ermittler nehmen Verdächtigen Rahami fest

Nach Bombenanschlägen in den USA: Ermittler nehmen Verdächtigen Rahami fest
Das Foto zeigt den gefesselten und leicht verletzten Rahami am Boden liegend nach dem Zugriff durch die Polizei. FOTO: ap
Elizabeth. Die Polizei hat Angaben mehrerer US-Medien am Montag Ahmad Khan Rahami festgenommen. Der US-Amerikaner afghanischer Herkunft wurde wegen eines Bombenanschlag in New York und mehrerer selbst gebauter Sprengsätze in New Jersey gesucht.

Fernsehbilder zeigten den Verdächtigen auf einer Trage liegend in Obhut der Polizei. Er war bei Bewusstsein und hatte mehrere Verletzungen. US-Medien berichteten, es sei in Linden (New Jersey) gegen 10.30 Uhr (Ortszeit) zu einem Schusswechsel gekommen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Den Angaben zufolge ist keine der Verletzungen lebensgefährlich.

Rahami wurde im Durchgang einer schlafend gefunden und von einem Passanten entdeckt. Als die von Passanten alarmierte Polizei den Schlafenden habe wecken wollen, sei es zu einem Schusswechsel gekommen, sagte Bürgermeister Derek Armstead am Montag. Rahami sei ins Bein getroffen worden und ein Polizist in seine schusssichere Weste. Ein zweiter Polizist sei durch Glassplitter verletzt worden.

Rahami soll der Mann sein, der auf Überwachungsvideos in New York zu sehen war. Nach Polizeiangaben wohnte er in Elizabeth, wo am Sonntagabend der Bombenrucksack gefunden wurde. Der Sender NBC berichtete unter Bezug auf Ermittlerkreise, sein Fingerabdruck sei auf einer der nicht explodierten Bomben gefunden worden.

Das FBI sieht keine Anzeichen dafür, dass eine Terrorzelle hinter dem Bombenanschlag von New York und den Sprengsätzen von New Jersey steckt. Es gebe keinen Anlass, das zu glauben, sagte FBI Special Agent William Sweeney am Montag vor Medien. Ein Vertreter der New Yorker Polizei sagte, zum Motiv der Taten gebe es noch keine Erkenntnisse. Bürgermeister Bill de Blasio sagte dagegen: "Wir haben jeden Grund, davon auszugehen, dass dies ein Terrorakt war."

Kein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in New York und Minnesota

Zudem schließen die amerikanischen Sicherheitsbehörden einen Zusammenhang zwischen dem Bombenanschlag in New York und einer Messerattacke in Minnesota bislang aus. Das sagte US-Präsident Barack Obama am Montag in New York.

Im Bundesstaat Minnesota hatte ein Mann am Samstagabend acht Menschen mit einem Messer verletzt, eher er von einem Polizisten erschossen wurde. Der Islamische Staat (IS) reklamierte den Angriff für sich. Die Ermittler stufen den Vorfall als Terrorattacke ein.

 

 

(felt/dpa)
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