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Nach Selbstmord
Toter Politiker gewinnt Vorwahl in New York

Nach Selbstmord: Toter Politiker Bill Nojay gewinnt Vorwahl in New York
US-Politiker Bill Nojay (Archiv) hatte sich am Freitag das Leben genommen. FOTO: ap, MG
New York. Er erschoss sich wenige Tage vor der Wahl - trotzdem gewann der Republikaner Bill Nojay die Vorwahlen in seinem Wahlbezirk. Sein Nachfolger soll den Bezirk nun gegen die Demokraten verteidigen.

Ein US-Politiker hat bei einer Vorwahl zum Abgeordnetenhaus im Bundesstaat New York die meisten Stimmen gewonnen, obwohl er mehrere Tage zuvor gestorben war. Der Republikaner Bill Nojay brachte es bei der Vorwahl vom Dienstag in seinem Wahlbezirk auf 60,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er setzte sich damit laut den am Mittwoch bekannt gegebenen Ergebnissen gegen seinen Konkurrenten Richard Milne durch, der auf 38,8 Prozent kam. Örtliche Parteikollegen hatten die Wähler ermutigt, trotz seines Todes für Nojay (59) zu stimmen.

Am Mittwochabend einigten sich die Parteichefs des 133. Wahlbezirks auf den 78-jährigen Joe Errigo als Nachfolger für den verstorbenen Kandidaten, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Errigo saß bereits von 2000 bis 2010 im New Yorker Abgeordnetenhaus. Er wird in den Wahlen am 8. November gegen die Demokratin Barbara Baer antreten.

Nojay, Vater von drei Kindern, hatte sich Berichten zufolge am Freitag in Rochester das Leben genommen. Er habe sich auf einem Friedhof erschossen, wie der "Democrat & Chronicle" meldete. Am selben Tag hatte er wegen mutmaßlicher Unterschlagung von 1,8 Millionen Dollar (1,6 Mio. Euro) aus einem Treuhandfonds, den er für einen Architekten verwaltete, vor einem US-Gericht erscheinen sollen.

Zudem drohte ihm laut US-Medien mit zwei weiteren Männern in Kambodscha ein Prozess, weil sie einen Investor um eine Million Dollar (890.000 Euro) betrogen haben sollen.

(sb/dpa)
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