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UN-Gesandter schmiedet Bündnis: Nachbarn sollen Birma in die Zange nehmen

zuletzt aktualisiert: 15.10.2007 - 08:08

Bangkok (RPO). UN-Gesandter Ibrahim Gambari will Birmas Nachbarstaaten zu einem härteren Vorgehen gegen die Militärjunta des südostasiatischen Landes bewegen. Laut Menschenrechtsorganisationen kam es dort am Wochenende wieder zu Verhaftungen.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International waren am Wochenende trotz internationaler Proteste erneut sechs Oppositionelle in Birma inhaftiert worden.

Nach ersten Unterredungen mit thailändischen Regierungsvertretern verlangte der UN-Diplomat von der birmanischen Führung ein sofortiges Ende der Festnahmen von Oppositionellen. "Die Berichte über Festnahmen von Studentenführern, über Verhöre und Einschüchterungen sind äußerst beunruhigend und widersprechen dem Geist der gegenseitigen Vereibarung zwischen der UNO und Birma", sagte Gambari vor Journalisten in der thailändischen Hauptstadt.

"Diese Vorgänge müssen sofort aufhören", verlangte der nigerianische Diplomat. Thailands Regierungschef Surayud Chulanont, der selbst von einer Militärführung eingesetzt wurde, hatte vor dem Treffen mit Gambari erklärt, er werde die Vorschläge des UN-Gesandten anhören, jedoch weitere Maßnahmen gegen das birmanische Regime allenfalls in Absprache mit dem Verband südostasiatischer Nationen (ASEAN) ergreifen.

Die staatlichen birmanischen Medien reagierten am Montag scharf auf die internationale Kritik. "Birma liegt in einem geographisch strategischen Gebiet. Es ist wichtig, für die westlichen Länder, hier ein Bollwerk zu errichten. Deswegen wollen sie eine Regierung unter ihrem Einfluss einsetzen", schrieb die von den Militärs kontrollierte Zeitung "New Light of Myanmar".

Quelle: afp

 
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