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Nahost-Konflikt
Israel fliegt Angriffe nach Raketenbeschuss aus Gazastreifen

Nahost-Konflikt: Israel fliegt Angriffe nach Raketenbeschuss aus Gazastreifen
Das Raketenabfangsysten Irondome in Israel (Archivbild). FOTO: dpa, Jim Hollander
Tel Aviv . Nach mehrmaligem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israel einen Luftangriff gegen militante Palästinenser geflogen. Kampfflugzeuge hätten eine "signifikante Terrorinfrastruktur" angegriffen, teilte die israelische Armee in der Nacht zum Donnerstag mit.

Nach Aussagen der radikalislamischen Hamas landeten sechs Raketen auf offenem Gelände im Süden des Küstengebietes. Zuvor waren nach israelischen Angaben drei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Es gab keine Verletzten.

Die israelische Militärpolizei nahm zudem Ermittlungen auf wegen der Tötung eines behinderten Palästinensers aus dem Gazastreifen. Der 29-Jährige war Mitte Dezember bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten getötet worden. Es gehe darum, den Fall weiter zu untersuchen und auch Informationen aus dem Gazastreifen auszuwerten, teilte die Armee mit. Nach palästinensischen Berichten starb Ibrahim Abu Thuraja durch einen Kopfschuss. Die UN hatten anschließend Israels Armee kritisiert.

Weitere Untersuchungen des Falls Abu Thuraja

Die Armee hatte bereits kurz nach dem Tod von Abu Thuraja mitgeteilt, eine erste Untersuchung des Vorfalls habe kein Fehlverhalten seitens der Soldaten ergeben.

Der Tod des Aktivisten hatte bei Palästinensern große Empörung ausgelöst. Abu Thuraja hatte nach Medienberichten während des Gaza-Kriegs 2008 beide Beine und ein Auge verloren.

Bei Bethlehem wurden bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag sieben Palästinenser durch scharfe Munition verletzt. Die Armee habe einen Palästinenser festnehmen wollen, dabei sei es zu Unruhen gekommen. Eine Armeesprecherin sagte, Soldaten hätten auf Anführer der Konfrontation geschossen.

Bei einem weiteren Vorfall nordwestlich von Ramallah erlitt nach palästinensischen Angaben ein Mann bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten einen Kopfschuss. Die Armee wollte die Angaben überprüfen.

Die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt seitens der USA vor rund einem Monat hatte teilweise blutige Unruhen in den Palästinensergebieten ausgelöst. Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee und bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind 14 Palästinenser ums Leben gekommen.

(felt/dpa)
 
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