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Spannungen mit Moskau
Nato berät über Russlands Nuklearstrategie

Nato berät über Russlands Nuklearstrategie
FOTO: AP, AP
Berlin . Angesichts wachsender Spannungen mit Russland will die Nato beim Treffen der Verteidigungsminister Mitte kommender Woche laut einem Medienbericht auch über die Nuklearstrategie Russlands beraten.

"Wir sind in großer Sorge über die nukleare Strategie Russlands. Atomwaffen spielen in der neuen russischen Strategie der sogenannten hybriden Kriegsführung eine wichtige Rolle", sagte ein ranghoher Nato-Diplomat der "Welt am Sonntag".

Das Verteidigungsbündnis will dem Bericht zufolge nun analysieren, wie Russlands Präsident Wladimir Putin Atomwaffen in der neuen Konfrontation mit dem Westen nutzen kann, wie stark die nuklearen Fähigkeiten Moskaus sind und welche Konsequenzen die Nato daraus ziehen soll. Völlig offen sei aber noch, ob die Nato langfristig eine neue kohärente Abschreckungsstrategie entwickeln werde, die neben konventionellen auch nukleare Fähigkeiten einschließe, hieß es in dem Bericht.

Der Kreml hatte am Dienstag angekündigt, bis zum Jahresende mehr als 40 neue Interkontinentalraketen für die Atomstreitkräfte des Landes anschaffen zu wollen. Angesichts des Vorrückens der Nato an Russlands Grenzen müsse sich Moskau im Falle einer Bedrohung mit seinen Streitkräften und seiner Atomstreitmacht verteidigen. Der Westen kritisierte die Pläne Russlands scharf. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nannte das Vorgehen Moskaus "zutiefst beunruhigend".

(AFP)
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