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Nato-Abschreckungseinsatz
Hunderte deutsche Soldaten ab 2017 in Litauen

Nato: Hunderte deutsche Soldaten ab 2017 in Litauen
Die deutsche Bundeswehr bei einer Landübung. (Symbolbild) FOTO: dpa, jol jhe
Brüssel . Deutschland und andere Nato-Staaten treiben die Aufrüstungspläne für Osteuropa voran: Bis zu 600 deutsche Soldaten werden im kommenden Jahr an dem Abschreckungseinsatz der Nato in Litauen beteiligt. Das soll ein Signal an das gerade einmal rund 100 Kilometer entfernte Russland sein.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch in Brüssel an, dass der von der Bundeswehr angeführte Verband für Litauen aus rund 1000 Soldaten bestehen wird. "Deutschland wird daran den größten Anteil tragen", ergänzte sie am Rande von Beratungen mit Bündniskollegen.

Reaktion auf Ukrainekrise

Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium hat Deutschland zugesagt, zwischen 400 und 600 Soldaten für die multinationale Kampftruppe zur Verfügung zu stellen. Die ersten sollen im Februar kommenden Jahres in Richtung Litauen aufbrechen. Unterstützung wird wechselnd aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Kroatien und Luxemburg kommen.

Die jüngsten Aufrüstungspläne der Nato sind eine weitere Reaktion auf die Ukrainekrise und die Angst östlicher Mitgliedsländer vor einem russischen Angriff. Vor allem die baltischen Staaten und Polen fühlen sich bedroht, seit sich der große Nachbar 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte.

Russland sieht Truppenstationierung der Nato als Provokation

Beim Bündnisgipfel im Juli war deswegen beschlossen worden, mehrere Tausend Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland zu schicken. Die Führungsnationen sind Deutschland in Litauen, Großbritannien in Estland, die USA in Polen und Kanada in Lettland.

Die geplante Stärke der vier Kampfverbände nannte von der Leyen "genau angemessen" und "defensiv". Sie sei ein klares Zeichen, dass ein Angriff auf ein Land als ein Angriff auf alle 28 Nato-Staaten wahrgenommen würde. Russland sieht die Truppenstationierung als Provokation.

(mre/dpa)
 
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