kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Afghanistan: Nato will Kampfeinsatz 2013 beenden

zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 20:31

Brüssel (RPO). Von den wahlkämpfenden Regierungen in Paris und den USA getrieben, will die Nato die Kampfeinsätze in Afghanistan zügig an die einheimischen Sicherheitskräfte abtreten.

US-Verteidigungsminister Panetta: "Übergang 2013 abschließen." Foto: dapd, Jacquelyn Martin
US-Verteidigungsminister Panetta: "Übergang 2013 abschließen." Foto: dapd, Jacquelyn Martin

Der Militäreinsatz wird zwar bis Ende 2014 fortgesetzt, stellte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei Beratungen am Donnerstag in Brüssel klar. Aber schon Ende kommenden Jahres solle die Führungsrolle in allen Provinzen an die Afghanen übergeben werden. Die Nato-Soldaten werden "vom Fahrersitz auf den Beifahrersitz" rutschen, sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière.

Pentagonchef Leon Panetta hatte die Parole auf dem Hinflug nach Europa ausgegeben: "Hoffentlich können wir Mitte oder Ende 2013 einen Übergang von der Kampfrolle zur Ausbildung, Beratung und Unterstützung schaffen", sagte er Reportern im Flugzeug. "Das heißt nicht, dass wir nicht mehr kampfbereit wären. Sondern, dass wir nicht länger in der offiziellen Kampfrolle sind wie jetzt."

Seine Ankündigung hatte im Nato-Hauptquartier für Wirbel gesorgt.
Nach Beratungen der Afghanistan-Truppensteller war de Maizière bemüht klarzustellen, dass nichts überstürzt werde. Es bleibe bei der Strategie, "dass wir die Mission bis Ende 2014 durchführen". Für den schrittweisen Abzug "brauchen wir eine angemessene Truppenstärke auch deutscher Soldaten, um die Übergabe in Verantwortung seriös zu organisieren."

"Alle Partner stehen zum Fahrplan"

Pannetas Bemerkungen hatten zunächst die Sorge geschürt, die geschlossene Afghanistan-Allianz bröckele. Schließlich hatte auch der französische Staatschef Nicolas Sarkozy nach einem Anschlag mit vier getöteten Soldaten erst in der vergangenen Woche auf ein rascheres Ende der Kampfeinsätze gepocht. In Frankreich und den USA ziehen Präsidentschaftswahlkämpfe auf, und mit der eiligen Rückkehr vom Hindukusch ließe sich dabei punkten.

Nato-Chef Rasmussen gab sich aber zuversichtlich, dass die im November 2011 vereinbarte Lissabon-Strategie von niemandem infrage gestellt werde: "Alle Partner stehen zum Fahrplan." Allerdings waren die konkreten Schritte bislang noch nicht bekannt. Und bisher waren Beobachter davon ausgegangen, dass die internationalen Truppen bis zum Ende ihres Einsatzes auch Kampfeinsätze führen. Nicht zuletzt, um den erstarkenden Taliban keinen Raum zu lassen.

Taliban siegessicher

Erst am Mittwoch war ein interner Nato-Bericht an die Öffentlichkeit gelangt. In dem heißt es, die Moral der Taliban sei auch ein Jahrzehnt nach Kriegsbeginn "sehr hoch" und die radikalislamischen Aufständischen seien sicher, dass sie die internationale Koalition besiegen und die Macht an sich reißen könnten. De Maizière bezeichnete den Bericht als "einseitig", weil er vor allem auf Aussagen von Gefangenen basiere.

Das kann aber nicht davon ablenken, dass die afghanischen Sicherheitskräfte inzwischen immer stärker von den Taliban durchsetzt sind. Seit 2007 gab es mindestens 35 Anschläge, bei denen die Täter afghanische Sicherheitskräfte waren oder deren Uniformen trugen. Und die Tendenz ist nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP stark gestiegen: Von sechs im Jahr 2011 auf 17 im vergangenen Jahr.

Quelle: APD

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

145250430

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem nationalsozialistischen Konzentrationslager in Polen entschuldigt, das der Staatschef als "polnisches Todeslager" bezeichnet hatte. mehr

 
 
 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

Top-Services