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Kurz vor Friedensgesprächen
Neue Gefechte in der Ostukraine fordern Todesopfer

Neue Gefechte in der Ostukraine fordern Todesopfer
In Donezk sucht ein Mann nach brauchbaren Überresten aus einem zerstörten Haus. FOTO: dpa, rp bjw
Kiew . Kurz vor einem weiteren Treffen der Kontaktgruppe für die Ostukraine sind die Kämpfe in der Region nach Angaben der Regierung wieder aufgeflammt.

Drei ukrainische Soldaten seien seit Montag getötet und sieben verletzt worden, sagte Präsidentensprecher Alexander Motusjanik laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag in Kiew. Er warf den prorussischen Rebellen vor, die geltende Waffenruhe 79 mal verletzt zu haben. Unter anderem seien dabei auch schwere Waffen zum Einsatz gekommen, die nach einem im Vorjahr in Minsk erzielten Abkommen eigentlich von der Front abgezogen werden sollten.

Für Mittwoch ist in der weißrussischen Hauptstadt ein weiteres Treffen der Kontaktgruppe geplant, die eine Umsetzung des Abkommens garantieren soll. Ihr gehören Vertreter Russlands, der Ukraine und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa an.

Der Konflikt hat seit April 2014 mehr als 9000 Menschen das Leben gekostet und gemeinsam mit der russischen Annexion der Krim die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einen neuen Tiefpunkt gebracht. Unter anderem verhängten sie gegenseitig Einfuhrverbote und ließen zuletzt auch Lastwagen nicht mehr die Grenze passieren.

Am Wochenende hatten Aktivisten in der Ukraine damit begonnen, Fernfahrer aus Russland nicht mehr durchzulassen. Am Montag verhängte dann die Regierung ein vorübergehendes Verbot für russische Lkw, Russland reagierte mit einer eigenen Blockade. Bis Dienstag seien dabei 324 in der Ukraine registrierte Lastwagen festgesetzt worden, teilte das Verkehrsministerium in Moskau mit.

(felt/ap)
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