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UN-Sondergesandter im Land: Neue Mönchsdemonstrationen in Birma

zuletzt aktualisiert: 05.11.2007 - 17:27

Rangun/Bangkok (RPO). In Birma sind am Montag erneut buddhistische Mönche auf die Straße gegangen. Zur selben Zeit ist der UN-Sonderbeauftragte, Ibrahim Gambari, im Land. Er fordert von der Militärjunta künftig die Einhaltung der Menschenrechte. 

In der Stadt Mogok demonstrierten etwa 50 Geistliche friedlich für Demokratie in dem südostasiatischen Land, berichtete die birmanische Exilnachrichtenagentur Mizzima. Die Versammlung ist die zweite Demonstration seit der gewaltsamen Niederschlagung der Pro-Demokratieproteste im September. Bereits in der vergangenen Woche waren 100 Mönche in Pakokku auf die Strasse gegangen.

Die Demonstration in Mogok ereignete sich am dritten Tag des Besuchs des UN-Sondergesandten für Birma, Ibrahim Gambari. Seit seiner Ankunft am Samstag führte er Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Militärjunta, darunter Außenminister Nyan Win und Arbeitsminister Aung Kyi, den die Junta zum Verbindungsoffizier zu der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ernannt hatte.

Hoffnung auf Dialog

Gambari erwarte, dass diese ersten Schritte zu einem Dialog "über eine nationale Versöhnung, die Wiederherstellung der Demokratie und die volle Achtung der Menschenrechte führen werden", hieß es einer Mitteilung der UN-Vertretung in Rangun. Gambari traf zudem mit Vertretern des Roten Kreuzes sowie von ethnischen Minderheiten in Birma zusammen. Über Inhalte der Gespräche gaben die UN bislang nichts bekannt.

Es wird erwartet, dass Gambari diese Woche erneut die Oppositionsführerin Suu Kyi treffen wird. Offen ist dagegen, ob es zu einer Begegnung mit Staatschef General Than Shwe kommt. Bei seinem ersten Besuch in Birma hatte Gambari drei Tage auf ein solches Treffen warten müssen.

Die heikle Friedensmission des Sonderbeauftragten wird zudem erschwert durch einen neuen Konflikt zwischen Birma und den Vereinten Nationen. Einen Tag vor Gambaris Ankunft hatte die Militärjunta am Freitag vergangener Woche den UN-Gesandten Charles Petrie wegen "unangemessener Äußerungen" des Landes verwiesen. Die Regierung bezog sich konkret auf ein öffentliches Statement von Petrie vom 24. Oktober, in dem dieser über "die sich verschlechternde humanitäre Lage" in Birma gesprochen hatte.

Quelle: afp

 
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