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Nahost-Konflikt: Neue Raketen- und Luftangriffe im Gazastreifen

zuletzt aktualisiert: 25.02.2009 - 14:27

Jerusalem (RPO). Trotz des offiziellen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen zeichnet sich kein Ende der Gewalt ab. Militante Palästinenser feuerten am Mittwoch wieder zwei Raketen auf den Süden Israels ab. Zur Vergeltung bombardierte die israelische Luftwaffe daraufhin Schmugglertunnel an der Grenze zwischen Ägypten und dem Autonomiegebiet.

Zu dem Raketenangriff bekannte sich eine Splittergruppe namens Hisbollah Palästina. Die im Gazastreifen regierende Hamas selbst hat in letzter Zeit keine Raketen mehr abgefeuert, dennoch macht Israel sie politisch für die Attacken verantwortlich. Ägypten versucht, eine dauerhafte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sowie eine Aussöhnung zwischen der Hamas und der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zu vermitteln. In beiden Fällen sind die Bemühungen noch nicht weit gediehen.

2,8 Milliarden Dollar für Wiederaufbau benötigt

Abbas' Ministerpräsident Salam Fajjad erklärte unterdessen, für den Wiederaufbau des Gazastreifens nach der jüngsten israelischen Militäroffensive würden 2,8 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) benötigt. Diesen Betrag wolle er bei der Geberkonferenz am kommenden Montag im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich einfordern. Die Hamas ist zu diesem Treffen nicht eingeladen, so dass Abbas und Fajjad die Interessen der Bevölkerung des Autonomiegebiets vertreten. Der Wiederaufbau gilt als erschwert, weil Israel den Küstenstreifen seit der Machtübernahme der Hamas im Sommer 2007 abgeriegelt hat und auch die Grenze zu Ägypten geschlossen ist.

Tausende Palästinenser bekundeten am Mittwoch in Nablus im Westjordanland ihre Unterstützung für Abbas. Dieser wird von der Hamas nicht mehr als Präsident anerkannt, weil seine Amtszeit im Januar ausgelaufen ist. Der Fatah-Vorsitzende will Neuwahlen sowohl im Westjordanland als auch im Gazastreifen. Dafür aber müsste die von Ägypten angestrebte Aussöhnung Fortschritte zeigen.

Quelle: AP

 
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